Duisburg sagt „JA“!

Bildquelle: wahlergebnis.duisburg.de

Duisburger Stimmen gegen das DOC:

20 Gründe gegen das Outletcenter

Es gibt viele gute Gründe, wieso sich die Duisburger gegen den Bau eines Outletcenters entscheiden sollten. Wir geben Ihnen die 20 besten.

Kein Design-Outlet-Center, weil

1. es zu dramatischen Umsatzeinbußen des innerstädtischen Einzelhandels und der Gastronomie und in der Folge zu Leerstand und Verödung der Innenstadt führt.

2. ein Designer-Outlet-Center lediglich ein Marketingname ist. Es ist ein Factory-Outlet-Center mit zum Teil extra für das Outlet produzierter minderwertiger Ware, die nie im regulären Handel zu finden war und den Kunden mit reduzierten Preisen täuscht.

3. der Übergang zwischen einem normalen Einkaufszentrum und einem Outletcenter fließend ist. Sortimente und vorhandene Markenware sind größtenteils zentrenrelevant, will heißen: identisch mit dem Sortiment einer Innenstadt. In der Beschlussvorlage ist die Rede von „Markenware“ und „sonstige Sortimente“, nicht von „hochwertiger Designermode“.

4. Weil die Planungen im Widerspruch zu landesplanerischen Vorgaben und Vereinbarungen stehen.

5. der Entscheidungsprozess der Stadtspitze über das Projekt „DOC“ bereits im Vorfeld die Beteiligung der Öffentlichkeit und Kritik missachtet hat, sich immer noch in hohlen Phrasen hüllt („DOC ist eine Chance“) und die Verantwortlichen bei der Stadt auch bis heute die öffentliche Diskussion scheuen.

6. vom Konzept Outlet nur einer profitiert. Der Betreiber.

7. wir eine nachhaltige Stadtentwicklung fordern, die ihr Hauptaugenmerk auf die Lebensqualität und zukunftsfähige Funktion einer Innenstadt richtet.

8. es seit drei bis vier Jahren eine Verkaufsflächensättigung in unserer Region gibt, sagt Dipl.-Ing. Rolf Junker von Junker + Kruse, der selbst Gutachten für ähnliche Projekte erstellt hat. Jede neue Fläche zerstört somit alte Verkaufsflächen.

9. „…es deutliche Veränderungen in der Innenstadt durch am Rand liegende, große Center gibt: Reduzierung der Mieten um mehr als 30 Prozent, Rückgang der Passantenfrequenz um 15 bis 30 Prozent sowie einer Verkürzung der 1a-Lagen von mehr als 50 Prozent“, so Dipl-Ing. Rolf Junker.

10. der Bau eines Outletcenters keine Chance, sondern Stadtplanung von vorgestern ist, so Stadtentwicklungsexperten.

11. Experten sich sicher sind, dass NRW kein weiteres Center verträgt, da der „Umsatzkuchen“ im deutschen Einzelhandel sich nicht mehr vergrößere.

12. nur zukunfts- und planungsunsichere Aushilfsjobs geschaffen werden und im Gegenzug vollbeschäftigte Arbeitsplätze in der Innenstadt verloren gehen.

13. selbst in Roermond und Lelystadt der Einzelhandel gegenwärtig sagt, dass sie vom innenstadtnahen Outlet nicht profitieren.

14. sowohl Verkehrsaufkommen als auch Feinstaubbelastung durch DOC-Besucher massiv steigen wird.

15. nach mehrstündigem Aufenthalt im Outlet samt Gastronomie ein Besuch der Innenstadt unwahrscheinlich ist. Gutachter bestätigen, dass Besucher in der Regel nach 1.200 Meter „schlapp“ machen, sie seien „distanzempfindlich“. Outlet und Innenstadt liegen dementsprechend zu weit voneinander entfernt.

16. der Ratsbeschluss im Widerspruch zu Entwicklungsmaßnahmen für die Innenstadt steht (z.B. Integriertes Handlungskonzept, Quartiermanagement Altstadt).

17. schon heute die langjährige Planungsunsicherheit zu Leerständen, Rückgang der Ladenmieten und einem Werteverlust der Immobilien in der Innenstadt führt.

18. das DOC auch auf benachbarte Stadtzentren massive negative Einwirkungen hat und es von Seiten der Nachbarkommunen bereits massive Ablehnung gab.

19. der Masterplan von Norman Foster die Fläche zur Weiterentwicklung und nicht zum Aussterben der Stadtmitte vorgesehen hat.

20. wir die Chance sehen, dass auf der Fläche Wohnraum, Büroraum und Grünanlagen errichtet werden können, die in unserer Region dringend benötigt werden.


Eine Zusammenfassung der vergangenen Podiumsdiskussion vom 11. Juli 2017 finden Sie hier.

In der Gesprächsrunde referierten Experten aus Stadtentwicklung, Architektur, Immobilienwirtschaft, Handel sowie Gewerkschaft und diskutieren darüber, ob das geplante DOC in Duisburg für eine positive Stadtentwicklung sorgen wird oder nicht. Die Diskussion findet fernab vom OB-Wahlkampf statt und beleuchtet wirtschaftliche, städtebauliche, arbeitsrechtliche und soziale Aspekte.
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