Ehemaliger Duisburger Baudezernent gesteht: „Entwicklungspolitische Vernebelung“

„Die Entwicklung des Güterbahnhofgeländes als Handelsstandort nicht zu verhindern, war einer meiner zentralen Planungsfehler“, das sagte der ehemalige Duisburger Baudezernent Jürgen Dressler am 3. Februar 2017 der NRZ.

Dressler führt aus, dass durch den ehemaligen OB Sauerland die Entwicklung dieses Geländes zur Absurdität mutierte und so bis heute nachwirke. Ihm nach müsse es eine entwicklungspolitische Prämisse sein, die Kaufkraft der Innenstadt zu stärken.

Der ehemalige Baudezernent stellt heraus, dass erst durch das Verwertungsinteresse großer Immobilienunternehmen das gesamte Güterbahnhofsgelände eine spekulative Bedeutung erlangte, die sich bis heute fortsetze und entwicklungspolitische Betrachtungen vernebelten. Er gibt zu, dass er als verantwortlicher Planer maßgeblich zu dieser Fehlentwicklung beigetragen habe, weil er „ebenso von den halbwertzeitigen Nutzungsüberlegungen als scheinbare Bekenntnisse Dritter für Duisburg „besoffen“ wurde“.

Im letzten Punkt stimmen wir Herrn Dressler zu. Denn auch er sagt, wer an diesen Plänen festhalte, versündige sich an den Menschen in den benachbarten Stadtteilen und an der Duisburger Innenstadt in ihrem Wandel zu einer neubestimmten Funktion von Wohnen, Arbeiten, Kultur und weniger Handel.

Aus diesem Grund fordert „JA zu Duisburg – kein DOC“ den Bürgerentscheid. Sobald wir das offizielle GO der Stadt Duisburg haben, können wir mit der Unterschriftensammlung beginnen und somit einen Bürgerentscheid herbeiführen. So haben die Duisburgerinnen und Duisburger eine Chance, persönlich abzustimmen, ob der Ratsbeschluss zum DOC aufgehoben werden soll oder nicht.

Sagen auch Sie JA zu Duisburg. Ja zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung ohne DOC.

Quelle: NRZ vom 03.02.2017

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