Innenstadtdialog: „Ziele für eine lebenswerte Innenstadt“ – ein Fazit

Am Mittwoch den 8. November fand im Intercity Hotel am Hauptbahnhof Duisburg der 3. Innenstadt Dialog statt. Mit städtischen Akteuren, darunter OB Sören Link, dem City Management, IHK, Einzelhandelsverband, Duisburg Kontor und weiteren Innenstadt ansässigen Bürgerinnen und Bürgern wurde darüber gesprochen, wie es mit der Duisburger Innenstadt vorangehen soll. Gemeinsam einigte man sich auf einen Pakt, um gemeinsam eine Lösung und ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, für das bis Anfang 2018 Ziele formuliert werden sollen. Dann soll klar sein, wer sie umsetzt. Doch ist das so einfach?

„Ja zu Duisburg“-Initiativensprecher Frank Oberpichler nahm ebenfalls an der Gesprächsrunde teil. Sein Fazit: „Das Treffen und der gemeinsame Schulterschluss zeigen, dass man nun endlich so miteinander arbeitet, wie man sich das schon vor Jahren gewünscht hat“, berichtet er. „Es braucht jetzt vor allem eine gute und langfristige Koordination und das Engagement aller Beteiligten. OB Link sagte, man befinde sich auf einem guten Weg. Die große Frage, die man sich stellen muss, bevor konkrete Ziele formuliert werden: In was für einer Stadt möchten wir leben?“, so Oberpichler.

Mehr als nur Shopping

„Diese Frage ist nicht nur hinsichtlich des Einzelhandels zu beantworten. Eine City muss heute mehr bieten, als Shopping. Man lebt dort, arbeitet dort, verbringt seine Freizeit, nimmt an Veranstaltungen teil und so weiter. Die Lebensqualität muss stimmen.“

Rahmenbedingungen für Pakt müssen stimmen

„Um diese Ziele zu erarbeiten, müssen regelmäßige und moderierte Treffen über den Innenstadtdialog hinaus geschaffen werden. In diesen Treffen sollte gemeinsam mit Experten auf dem Gebiet der Stadtentwicklung und Stadtplanung, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Verwaltung ein Konzept erarbeitet und öffentlich kommuniziert werden“, schlägt Oberpichler rückblickend auf die Ergebnisse der Veranstaltung vor. Zu aller erst müsse jedoch ein politischer Rahmen her, der alle Handlungen grundlegend legitimiert und unterstützt. „Hier ist auch die Verwaltung gefordert, um zu koordinieren oder gegebenenfalls Unterstützung in Form von Fördergeldern und außenstehenden Experten einzuholen, die allen Beteiligten Möglichkeiten in der modernen Stadtentwicklung aufzeigen. Gänzlich unkoordiniert und ohne professionelle Anleitung, lassen sich auch bis Januar keine vernünftigen Ziele benennen, geschweige denn umsetzen“, ist sich Oberpichler sicher.

„Ja zu Duisburg“ berichtet weiterhin über Aktionen, Ereignisse und Neuigkeiten aus der Duisburger Innenstadt im Bereich Immobilien, Kultur sowie Einzelhandel und steht natürlich auch weiterhin für eine lebenswerte Innenstadt ein.

Wir möchten auf unserer Homepage, auf Facebook sowie auf Twitter Ihnen die Möglichkeit bieten, uns mitzuteilen, was eine lebenswerte Innenstadt ausmacht.

Fragen und Impulse zur Diskussion:

Wie kann man die Lebensqualität in der Innenstadt verbessern?
Was gefällt Ihnen in der Innenstadt besonders gut?
Was kann die Verwaltung tun, um die Innenstadt lebenswerter zu machen?
Was können Immobilienbesitzer beisteuern?
Was der Einzelhandel?
Was die Gastronomen?

Dabei möchten wir darauf hinweisen, dass die Diskussion um das „DOC“ bereits beendet ist und wir diese hinsichtlich des Bürgerentscheids ruhen lassen wollen, um uns von nun an auf die Stärkung der Innenstadt von innen heraus fokussieren zu können.

1 Kommentar

  1. Die Lebensqualität in der Duisburger Innenstadt ist vergleichsweise gut. Sie lässt sich aber kontinuierlich und kleinteilig verbessern. Den großen Wurf wird es nicht geben, darauf zu warten wäre unverantwortlich. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die relative Weite. Die Kö lässt jede Menge open-air-events zu, die Kettwiger Straße in Essen oder der nahezu rein auf den Handel ausgerichtete Ostenhellweg in Dortmund nicht. Für eine Nutzungsmischung bietet DU deshalb die besten Voraussetzungen.
    Problembereich ist die Altstadt. Da wir hier aber Flächen haben, sind das vergleichsweise Luxusprobleme. Es wäre darüber nachzudenken, die leer stehenden Gebäude umzunutzen:
    durch Handel oder auch Produktion. Hier sind die Immobilienbesitzer gefordert, über neue Nutzungen nachzudenken.

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