Was tun mit Leerstand? Teil I „Urban Upcycling durch Pop-up-Konzepte“

Was tun mit Leerstand? Teil I „Urban Upcycling durch Pop-up-Konzepte“

Leerstehende Ladenlokale gibt es in vielen Innenstädten. Jede Stadt geht damit anders um. Kürzlich berichtete die Rheinische Post über eine Idee der Medienkünstlerin Ruth Bamberg, Leerstände in Duisburg via IT-Plattform an Kreative zu vermitteln.1 Ähnliche Angebote gibt es bereits, die man schon heute in unserer Stadt nutzen könnte. Später dazu mehr.

Wir haben uns in den letzten Wochen auf die Spuren verschiedener Ideen begeben, um Inspirationen für die Zwischennutzung von Leerstandsimmobilien in unserer Stadt zu finden. In dieser Reihe zeigen wir einige Ideen auf, die sich durchaus so bei uns auch umsetzen ließen.

Urban Upcycling: Mit Pop-Up Konzepten Leerstände aufwerten

 

Beispiel: Upcycling von alten Plastikflaschen

Beim sogenannten Upcyling werden Abfälle, nutzlose Produkte und Materialien in etwas Neues umgewandelt. Es kommt zu einer Aufwertung der verwendeten Gegenstände. „Urban Upcycling“ bezeichnet dementsprechend die Aufwertung urbaner Strukturen, also leerstehender Ladenlokale, Büroräume und anderer Bestände.

Ein Trend des modernen Urban Upcycling ist die Zwischennutzung durch den Pop-up-Verkauf. Dabei handelt es sich um provisorische Geschäfte, die die Leerstände als zwischenzeitliche und kurzfristige Absatzmöglichkeit nutzen. Durch das plötzliche Auftauchen (engl. pop up) der vorrübergehenden Geschäftsfläche steigert man nicht nur die Attraktivität der leerstehenden Verkaufsräume, sondern auch das Markenimage der angebotenen Waren. Es eignet sich ideal auch für Start ups, die ihre Produkte testen wollen.

Möglich ist zum Beispiel auch die Zwischennutzung leerstehender Lokale durch neue Gastronomiekonzepte, die einen ersten Versuch mit ihrem Konzept am Markt wagen wollen. In einer Essener Reithalle haben zum Beispiel zwei Essener ein Pop-up-Lokal eröffnet, das nur knapp zwei Monate existierte. Die ehemaligen Räumlichkeiten eines Restaurants wurde kurzzeitig aufgehübscht und in Betrieb genommen. Der Branchenverband Dehoga sieht solche Pop-up-Restaurants als Bereicherung in der Gastronomie-Branche.2

Die Online-Plattform Brickspaces mit Sitz in Düsseldorf vermittelt solche leerstehenden Lokale für Pop-up-Läden. Sucht man nach Leerstände für die Zwischennutzung in Duisburg, fallen die Ergebnisse der Suche allerdings noch spärlich aus. Dabei bietet die kurzzeitige Vermietung zahlreiche Vorteile für den Immobilienbenutzer. Zudem lernt man so neue Businesskonzepte und Ideen kennen. Immobilienbesitzer, die ihre Leerstände vermitteln möchten, können sich zum Beispiel auf dieser Plattform registrieren. Die Vermittlung ist für Vermieter komplett kostenfrei. Also – worauf wartet ihr?

1 http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/medienkuenstlerin-ruth-bamberg-will-leerstaende-neu-nutzen-aid-1.7470259
2 https://www.waz.de/staedte/essen/junge-gastronomen-betreiben-pop-up-restaurant-in-essen-id213418931.html

 

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