JA ZU DUISBURG http://www.jazuduisburg.de Bürgerinitiative zur Stärkung der Duisburger Innenstadt und Stadtteilzentren. Fri, 20 Oct 2017 09:29:52 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.6 126188927 Gewerbeimmobilienmesse in Duisburg http://www.jazuduisburg.de/2017/10/19/gewerbeimmobilienmesse-in-duisburg/ http://www.jazuduisburg.de/2017/10/19/gewerbeimmobilienmesse-in-duisburg/#respond Thu, 19 Oct 2017 08:18:34 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=1307 Am 8. und 9. November 2017 findet im CityPalais auch in diesem Jahr wieder die Gewerbeimmobilienmesse „GIMDU“ statt. Auf der Messe haben Immobilienbesitzer die Möglichkeit, ihre Immobilien einem breiten Publikum vorzustellen. Auf ca. 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche bringt die GIMDU Angebot und Nachfrage zusammen. Zu den Angeboten gehören Büroflächen, Gewerbehallen, Grundstücke, Einzelhandelsflächen und gewerbliche Wohninvestments. Die GIMDU ist ein Angebot der GFW Duisburg. Mehr zur Messe unter www.gimdu.de

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Am 8. und 9. November 2017 findet im CityPalais auch in diesem Jahr wieder die Gewerbeimmobilienmesse „GIMDU“ statt. Auf der Messe haben Immobilienbesitzer die Möglichkeit, ihre Immobilien einem breiten Publikum vorzustellen. Auf ca. 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche bringt die GIMDU Angebot und Nachfrage zusammen. Zu den Angeboten gehören Büroflächen, Gewerbehallen, Grundstücke, Einzelhandelsflächen und gewerbliche Wohninvestments.

Die GIMDU ist ein Angebot der GFW Duisburg.

Mehr zur Messe unter www.gimdu.de

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Heiligabend am Sonntag: Verkaufsoffen oder nicht? http://www.jazuduisburg.de/2017/10/19/heiligabend-am-sonntag-verkaufsoffen-oder-nicht/ http://www.jazuduisburg.de/2017/10/19/heiligabend-am-sonntag-verkaufsoffen-oder-nicht/#respond Thu, 19 Oct 2017 07:35:08 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=1300 In diesem Jahr fällt Heiligabend auf einen Sonntag. Per Gesetz wäre eine Ladenöffnung bis mittags möglich. Laut Ladenschlussgesetzen dürfen sowohl Stände mit Weihnachtsbäumen, als auch Geschäfte, die überwiegend Lebens- und Genussmittel anbieten, von 10–14 Uhr an Heiligabend öffnen. So kämen gegebenenfalls Supermärkte zu den Bäckereien und Blumengeschäften, die bereits sonntags fünf Stunden (in der Regel bis 14 Uhr) geöffnet haben, hinzu. Nicht jedoch reguläre Einzelhandelsgeschäfte, wie z.B. Buchhandlungen, Elektromärkte oder Bekleidungsgeschäfte. Was halten Sie davon? Sind Sie dafür, dass Supermärkte dieses Jahr an Heiligabend (Sonntag) öffnen oder geschlossen bleiben sollten? Ja, Supermärkte sollten in diesem Jahr auch am Heiligabend (Sonntag) geöffnet haben. Nein, ich finde eine Ladenöffnung an Heiligabend unnötig. Abstimmen

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In diesem Jahr fällt Heiligabend auf einen Sonntag. Per Gesetz wäre eine Ladenöffnung bis mittags möglich. Laut Ladenschlussgesetzen dürfen sowohl Stände mit Weihnachtsbäumen, als auch Geschäfte, die überwiegend Lebens- und Genussmittel anbieten, von 10–14 Uhr an Heiligabend öffnen. So kämen gegebenenfalls Supermärkte zu den Bäckereien und Blumengeschäften, die bereits sonntags fünf Stunden (in der Regel bis 14 Uhr) geöffnet haben, hinzu. Nicht jedoch reguläre Einzelhandelsgeschäfte, wie z.B. Buchhandlungen, Elektromärkte oder Bekleidungsgeschäfte.

Was halten Sie davon? Sind Sie dafür, dass Supermärkte dieses Jahr an Heiligabend (Sonntag) öffnen oder geschlossen bleiben sollten?

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Umbauarbeiten an der Düsseldorfer Straße http://www.jazuduisburg.de/2017/10/10/umbauarbeiten-an-der-duesseldorfer-strasse/ http://www.jazuduisburg.de/2017/10/10/umbauarbeiten-an-der-duesseldorfer-strasse/#respond Tue, 10 Oct 2017 07:14:51 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=1262 Es geht voran! Die Fußgängerzone der Düsseldorfer Straße vom Kaufhof bis zur Königstraße soll umgebaut werden, um dort mehr Gastronomie zur Belebung zu ermöglichen. Damit wird eine Grundidee aus dem Masterplan von Sir Norman Foster umgesetzt, diesen Bereich der Innenstadt mit Gastroangeboten zu beleben. Bereits Ende Oktober soll mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Sage also keiner mehr, dass sich nichts tut. Vielleicht entwickelt sich die Absage an das DOC doch schneller als gehofft als Initialzündung für eine positive Innenstadtentwicklung. Wir bleiben dran! Quelle: https://www.waz.de/staedte/duisburg/stadt-will-mehr-leben-auf-der-duesseldorfer-id212136851.html  

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Es geht voran! Die Fußgängerzone der Düsseldorfer Straße vom Kaufhof bis zur Königstraße soll umgebaut werden, um dort mehr Gastronomie zur Belebung zu ermöglichen. Damit wird eine Grundidee aus dem Masterplan von Sir Norman Foster umgesetzt, diesen Bereich der Innenstadt mit Gastroangeboten zu beleben. Bereits Ende Oktober soll mit den Umbauarbeiten begonnen werden.

Sage also keiner mehr, dass sich nichts tut. Vielleicht entwickelt sich die Absage an das DOC doch schneller als gehofft als Initialzündung für eine positive Innenstadtentwicklung. Wir bleiben dran!

Quelle: https://www.waz.de/staedte/duisburg/stadt-will-mehr-leben-auf-der-duesseldorfer-id212136851.html

 

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Duo am Marientor: Aufwind für die Duisburger Altstadt http://www.jazuduisburg.de/2017/10/06/duo-am-marientor-aufwind-fuer-die-duisburger-altstadt/ http://www.jazuduisburg.de/2017/10/06/duo-am-marientor-aufwind-fuer-die-duisburger-altstadt/#respond Fri, 06 Oct 2017 07:23:21 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=1257 Endlich! In der Altstadt soll es beim Projekt Duo am Marientor jetzt zügiger vorangehen. „Die Einzelhandelsinteressenten haben teilweise auf Grund der DOC-Thematik verhalten reagiert“, so Vertreter des Projektentwicklers Hoff zur WAZ. Die Ablehnung des Outlets beim Bürgerentscheid am 24. September werde sich nach Einschätzung des Gronauer Familienunternehmens „stärkend auf die gesamte Innenstadt und die laufenden Vertragsverhandlungen auswirken“. Die Verhandlungen mit einem Hotelbetreiber seien bereits „weit fortgeschritten“. Hoff-Projektentwickler Karl-Heinz Pricking sagt im WAZ-Artikel weiter: „Auch wenn die Öffentlichkeit keine Veränderung wahrnimmt, arbeiten wir im Hintergrund hochmotiviert und mit Nachdruck daran, die einzelnen Schritte erfolgreich abzuschließen“. Quelle: https://www.waz.de/staedte/duisburg/duo-bauherren-wollen-in-duisburg-loslegen-id212146621.html Shortfacts zum Duo am Marientor

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Endlich! In der Altstadt soll es beim Projekt Duo am Marientor jetzt zügiger vorangehen. „Die Einzelhandelsinteressenten haben teilweise auf Grund der DOC-Thematik verhalten reagiert“, so Vertreter des Projektentwicklers Hoff zur WAZ. Die Ablehnung des Outlets beim Bürgerentscheid am 24. September werde sich nach Einschätzung des Gronauer Familienunternehmens „stärkend auf die gesamte Innenstadt und die laufenden Vertragsverhandlungen auswirken“. Die Verhandlungen mit einem Hotelbetreiber seien bereits „weit fortgeschritten“.

Hoff-Projektentwickler Karl-Heinz Pricking sagt im WAZ-Artikel weiter: „Auch wenn die Öffentlichkeit keine Veränderung wahrnimmt, arbeiten wir im Hintergrund hochmotiviert und mit Nachdruck daran, die einzelnen Schritte erfolgreich abzuschließen“.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/duisburg/duo-bauherren-wollen-in-duisburg-loslegen-id212146621.html

Shortfacts zum Duo am Marientor

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Duisburg, wir sagen Danke! http://www.jazuduisburg.de/2017/10/02/duisburg-wir-sagen-danke/ http://www.jazuduisburg.de/2017/10/02/duisburg-wir-sagen-danke/#respond Mon, 02 Oct 2017 14:51:50 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=1221 Am Samstag haben wir die Innenstadt als bunten und lebendigen Ort gefeiert und den Duisburgern auf diesem Wege „Danke“ gesagt – für Engagement, Diskussionsbereitschaft und eine großartige Wahlbeteiligung. Zu diesem Anlass sorgte die Brass Band #BrazzoBrazzone soundgewaltig für gute Stimmung. Der wilde Stilmix aus Jazz-, Rock,-Funk,- Latin,- & Balkanbeats hat uns und viele Besucher begeistert. Die Duisburger Innenstadt hat großes Potenzial und wir als Initiative werden uns auch in Zukunft für ihren Erhalt und ihre Weiterentwicklung einsetzen.    

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Am Samstag haben wir die Innenstadt als bunten und lebendigen Ort gefeiert und den Duisburgern auf diesem Wege „Danke“ gesagt – für Engagement, Diskussionsbereitschaft und eine großartige Wahlbeteiligung.

Zu diesem Anlass sorgte die Brass Band #BrazzoBrazzone soundgewaltig für gute Stimmung. Der wilde Stilmix aus Jazz-, Rock,-Funk,- Latin,- & Balkanbeats hat uns und viele Besucher begeistert.

Die Duisburger Innenstadt hat großes Potenzial und wir als Initiative werden uns auch in Zukunft für ihren Erhalt und ihre Weiterentwicklung einsetzen.

 

 

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DOC-Film verdeutlicht große Entfernung zwischen DOC und Innenstadt http://www.jazuduisburg.de/2017/09/20/doc-film-verdeutlich-grosse-entfernung-zwischen-doc-und-innenstadt/ http://www.jazuduisburg.de/2017/09/20/doc-film-verdeutlich-grosse-entfernung-zwischen-doc-und-innenstadt/#respond Wed, 20 Sep 2017 10:14:25 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=1193 Zwei Einstellungen aus dem aktuellen Imagefilm der Firma Krieger zum geplanten Outlet veranschaulichen, wohl eher unfreiwillig, wie weit die Innenstadt tatsächlich vom geplanten Outletcenter entfernt sein wird. Auf dem oberen Bild wird dies deutlich an den zwei Hochhäusern. Erst das hintere Calderoni-Hochhaus markiert die Lage der Königstraße, während das vordere Hoist-Hochhaus (heute mit Targobank Werbung), noch über 200 Meter vom Anfang dieser entfernt liegt. Schwer vorstellbar, dass diese Strecke von Outletbesuchern gegangen wird, um die Innenstadt „zu beleben“, während die meisten mit dem Auto anreisen werden und den Weg auch wieder zurückgehen müssten. Auch das untere Bild verdeutlicht die große Entfernung zwischen Innenstadt und Outletcenter. Zumal hier suggeriert wird, der Eingang zum Center liege am Anfang des Geländes. Dieser würden sich in der Realität jedoch wesentlich weiter links befinden, womit auch die Entfernung eine größere wäre.   (Markierungen (Hochhäuser & Königstraße) hinzugefügt von Ja zu Duisburg) Quelle: einstueckduisburg.de (Der Film zum DOC)

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Zwei Einstellungen aus dem aktuellen Imagefilm der Firma Krieger zum geplanten Outlet veranschaulichen, wohl eher unfreiwillig, wie weit die Innenstadt tatsächlich vom geplanten Outletcenter entfernt sein wird.

Auf dem oberen Bild wird dies deutlich an den zwei Hochhäusern. Erst das hintere Calderoni-Hochhaus markiert die Lage der Königstraße, während das vordere Hoist-Hochhaus (heute mit Targobank Werbung), noch über 200 Meter vom Anfang dieser entfernt liegt.

Schwer vorstellbar, dass diese Strecke von Outletbesuchern gegangen wird, um die Innenstadt „zu beleben“, während die meisten mit dem Auto anreisen werden und den Weg auch wieder zurückgehen müssten.

Auch das untere Bild verdeutlicht die große Entfernung zwischen Innenstadt und Outletcenter. Zumal hier suggeriert wird, der Eingang zum Center liege am Anfang des Geländes. Dieser würden sich in der Realität jedoch wesentlich weiter links befinden, womit auch die Entfernung eine größere wäre.

 

(Markierungen (Hochhäuser & Königstraße) hinzugefügt von Ja zu Duisburg)

Quelle: einstueckduisburg.de (Der Film zum DOC)

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Steuern für Duisburg? Pustekuchen! http://www.jazuduisburg.de/2017/09/19/steuern-fuer-duisburg-pustekuchen/ http://www.jazuduisburg.de/2017/09/19/steuern-fuer-duisburg-pustekuchen/#respond Tue, 19 Sep 2017 07:33:49 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=1179 In der Podiumsdiskussion der Oberbürgermeisterkandidaten in der Liebfrauenkirche am 12.09. antwortete der amtierende OB Sören Link auf die Publikumsfrage nach Steuererträgen aus dem DOC, dass hier Gewerbesteuern und Einkommensteuer generiert und in die Stadtkasse fließen würden. Dazu sagen wir: Grundsätzlich entstehen hier gewerbesteuerpflichtige Betriebsstätten. Das Aufkommen aus der Gewerbesteuer wird aber vernachlässigbar sein. Dies liegt daran, dass hier ein Betreiber, die Firma Neinver, nur mit dem Centermanagement vertreten sein wird, ihre Zentrale aber andernorts firmiert. Am Neinver-Standort Zweibrücken z.B. sind dies ca. 12 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Sie ist am Firmensitz steuerpflichtig und gibt für ihre externen Betriebsstätten sogenannte „Zerlegungserklärungen“ ab, die den fiktiven Gewerbeertrag nach Arbeitskräften aufteilen. Hier eben ganze 12 Kräfte. Die übrigen Arbeitsplätze sind statistisch nicht dem Betreiber zuzuordnen, sondern den Pächtern, also den Firmen der Marken, die in einem Outlet vertreten sind, darunter zum Beispiel Tamaris, Esprit, S.Oliver etc…. Für diese gilt dasselbe Prinzip. Allerdings haben diese ihre Verkaufsstätten so organisiert, dass größtenteils sogenannte FranchisenehmerInnen beschäftigt sind. Das heißt, Inhaber haben einen Vertrag mit ihrem Franchisegeber. Diese wiederum beschäftigen Personal, überwiegend auf der Basis von 450-Euro-Verträgen. Gewerbesteuer ist von diesen zu zahlen, sofern überhaupt ein Gewerbeertrag anfällt. Die Einkommensteuer ist keine Gemeindesteuer. Der Gemeinde steht nur der kommunale [...]

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In der Podiumsdiskussion der Oberbürgermeisterkandidaten in der Liebfrauenkirche am 12.09. antwortete der amtierende OB Sören Link auf die Publikumsfrage nach Steuererträgen aus dem DOC, dass hier Gewerbesteuern und Einkommensteuer generiert und in die Stadtkasse fließen würden.

Dazu sagen wir: Grundsätzlich entstehen hier gewerbesteuerpflichtige Betriebsstätten. Das Aufkommen aus der Gewerbesteuer wird aber vernachlässigbar sein. Dies liegt daran, dass hier ein Betreiber, die Firma Neinver, nur mit dem Centermanagement vertreten sein wird, ihre Zentrale aber andernorts firmiert.

Am Neinver-Standort Zweibrücken z.B. sind dies ca. 12 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Sie ist am Firmensitz steuerpflichtig und gibt für ihre externen Betriebsstätten sogenannte „Zerlegungserklärungen“ ab, die den fiktiven Gewerbeertrag nach Arbeitskräften aufteilen. Hier eben ganze 12 Kräfte.

Die übrigen Arbeitsplätze sind statistisch nicht dem Betreiber zuzuordnen, sondern den Pächtern, also den Firmen der Marken, die in einem Outlet vertreten sind, darunter zum Beispiel Tamaris, Esprit, S.Oliver etc…. Für diese gilt dasselbe Prinzip.

Allerdings haben diese ihre Verkaufsstätten so organisiert, dass größtenteils sogenannte FranchisenehmerInnen beschäftigt sind. Das heißt, Inhaber haben einen Vertrag mit ihrem Franchisegeber. Diese wiederum beschäftigen Personal, überwiegend auf der Basis von 450-Euro-Verträgen. Gewerbesteuer ist von diesen zu zahlen, sofern überhaupt ein Gewerbeertrag anfällt.

Die Einkommensteuer ist keine Gemeindesteuer. Der Gemeinde steht nur der kommunale Anteil an der Einkommensteuer zu. In Bezug auf die Einkommensteuer ist zu sagen, dass ausschließliche Einkünfte aus 450-Euro-Verträgen, auch wenn man zwei solcher Jobs habe sollte, nach Lohnsteuerausgleich steuerfrei sind.
Hier fällt Einkommensteuer gar nicht an.

Im Gegenzug fallen sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse im innerstädtischen Handel weg, damit auch Gewerbesteuern.

Quellennachweis:
https://www.steuerberaten.de/do_it_yourself/gesetze/gesetz_GewStG.php

 

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Warum ein „NEIN“ nicht zwangsläufig zum DOC-Bau führt http://www.jazuduisburg.de/2017/09/18/warum-ein-nein-nicht-zwangslaeufig-zum-doc-bau-fuehrt/ http://www.jazuduisburg.de/2017/09/18/warum-ein-nein-nicht-zwangslaeufig-zum-doc-bau-fuehrt/#respond Mon, 18 Sep 2017 06:42:15 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=1168 Wenn auch Sie zu denjenigen gehören, die sagen: „Dann ist die Brache endlich weg“ – müssen wir Sie leider enttäuschen. Denn niemand weiß, ob der Entscheid – sollte er für das DOC ausfallen – auch wirklich im Bau des Outlets endet. Denn es gibt große planungsrechtliche Hürden zu bewältigen – ein Prozedere, dass sich mehrere Jahre ziehen wird und für weitere Planungsunsicherheit und entsprechende Zurückhaltung in der Entwicklung der Innenstadt durch andere Investoren hervorruft. Thomas Wolters, OB-Kandidat der FDP ging in der Podiumsdiskussion am 12. September davon aus, dass bis zur Realisation der ersten Bauphase rund sieben Jahre vergehen würden. Aufgrund der Schockstarre, in die der Einzelhandel durch die Planungsunsicherheit geraten sei, gebe er zu bedenken: „Bevor der erste Stein gebaut wird, wird die Innenstadt bereits untergegangen sein“. Und damit könnte er gar nicht so falsch liegen. Ob das DOC kommt, ist unsicher Von der Stadt Werl wurde ebenfalls für ein FOC des Betreibers Neinver der Flächennutzungsplan abgeändert, um das Projekt realisieren zu dürfen. Die Bezirksregierung Arnsberg, die zuständige Genehmigungsbehörde, lehnte diese Pläne allerdings ab. Denn die Änderungen verstoßen gegen Ziele der Raumordnung und Landesplanung. Grund dafür: Das Land will umliegende Einkaufsstädte und Innenstädte schützen. Die Stadt Werl hatte nun [...]

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Wenn auch Sie zu denjenigen gehören, die sagen: „Dann ist die Brache endlich weg“ – müssen wir Sie leider enttäuschen. Denn niemand weiß, ob der Entscheid – sollte er für das DOC ausfallen – auch wirklich im Bau des Outlets endet. Denn es gibt große planungsrechtliche Hürden zu bewältigen – ein Prozedere, dass sich mehrere Jahre ziehen wird und für weitere Planungsunsicherheit und entsprechende Zurückhaltung in der Entwicklung der Innenstadt durch andere Investoren hervorruft.

Thomas Wolters, OB-Kandidat der FDP ging in der Podiumsdiskussion am 12. September davon aus, dass bis zur Realisation der ersten Bauphase rund sieben Jahre vergehen würden. Aufgrund der Schockstarre, in die der Einzelhandel durch die Planungsunsicherheit geraten sei, gebe er zu bedenken: „Bevor der erste Stein gebaut wird, wird die Innenstadt bereits untergegangen sein“. Und damit könnte er gar nicht so falsch liegen.

Ob das DOC kommt, ist unsicher

Von der Stadt Werl wurde ebenfalls für ein FOC des Betreibers Neinver der Flächennutzungsplan abgeändert, um das Projekt realisieren zu dürfen. Die Bezirksregierung Arnsberg, die zuständige Genehmigungsbehörde, lehnte diese Pläne allerdings ab. Denn die Änderungen verstoßen gegen Ziele der Raumordnung und Landesplanung. Grund dafür: Das Land will umliegende Einkaufsstädte und Innenstädte schützen. Die Stadt Werl hatte nun in erster Instanz vor dem Arnsberger Verwaltungsgericht geklagt. Die Klage wurde jedoch abgewiesen. Siehe Pressemitteilung der Bezirksregierung.

Deutlich machen die Beispiele von Realisierungsanläufen anderer Outlets, dass es auch im Fall des Outlets auf dem Güterbahnhof keine Garantie gibt:
Gronau (Stable International), Hamm (McArthurGlen), Soest (McArthurGlen), Hagen (Stable International), Lünen (Harpen AG), Diemelstadt (McArthurGlen), Remscheid Gewerbegebiet Blume (McArthurGlen), Solingen (CR Investments), Köln (Flughafen, n.n.), Königswinter (Retail Development Group), Duisburg Marcloh (German Development / Douvil)
(Quelle: Angaben durch Ecostra auf der Immobilien Konferenz Ruhr am 12. September in Bochum)

Rechtliche Rahmenbedingungen

Es gibt laut Landesentwicklungsplan NRW (LEP NRW) drei maßgebliche rechtliche Anforderungen. Dazu gehört:

Ziel 1: Standorte des großflächigen Einzelhandels nur in Allgemeinen Siedlungsbereichen.

Ziel 2: Standorte des großflächigen Einzelhandels mit zentrenrelevanten Kernsortimenten nur in zentralen Versorgungsbereichen (ZVB, gelten als besonders schützenswerte Bereiche) à Erweiterung des ZVB angestrebt, um Outlet möglich zu machen.

Ziel 3: Beeinträchtigungsverbot à ist im Rahmen einer Verträglichkeitsanalyse zu prüfen

Erweiterung des Zentralen Versorgungsbereichs

Die Festlegung und Abgrenzung eines zentralen Versorgungsbereichs erfordert eine nachvollziehbare städtebauliche Begründung unter Berücksichtigung der individuellen örtlichen Verhältnisse.

Dazu aus der Präsentation von Dipl.-Ing. Rolf Junker:

Wenn man sich die Umrisse des ZVB des Duisburger Hauptzentrums ansieht und die darunterliegenden Güterbahnhofsgelände, wird keine nachvollziehbare Festlegung des Güterbahnhofsgeländes als ZVB erkenntlich. Denn das Gelände liegt dort mit einem Ein-Punkt-Kontakt wie eine Messerspitze gelegen und ist daher nicht integriert.
Zudem gibt es einen Grund, weshalb es Zentrale Versorgungsbereiche gibt. Sie zeichnen sich durch ihre Multifunktionalität aus (Einzelhandel, Dienstleistung, Kultur, Wohnen, Bildung etc.)

Zu den Abgrenzungskriterien gehören:

  • Einzelhandelsbesatz- und -dichte
  • Passantenfrequenz
  • Multifunktionalität (öffentliche und private Dienstleistung, Gastronomie)
  • Bebauungsstruktur
  • Gestaltung und Dimensionierung der Verkehrsstruktur
  • Barrieren (Straße, Bahnlinie)
  • Gestaltung öffentlicher Raum (Pflasterung, Begrünung)

Entgegen dem Schutz bestehender Strukturen sollen rechtliche Rahmenbedingungen geändert werden, um das Vorhaben DOC zu flankieren. Insgesamt sind die Chancen, dass das DOC in absehbarer Zeit überhaupt gebaut wird, nicht sehr hoch. Der Prozess der Prüfungen und nachfolgenden Klagen wird jegliche Investition aufgrund von Planungsunsicherheit in der Innenstadt blockieren

Ist es das wert? Eine Brachfläche verschwindet, dafür stirbt die Innenstadt? Duisburg hat so viel Potenzial. Die Stadtpolitik muss sich darauf besinnen, bestehende Strukturen von Innen heraus zu stärken.

Aus diesem Grund sagen wir am 24. September „JA“ und stimmen somit gegen den Bau des DOC.

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Wir müssen unsere Innenstadt beschützen http://www.jazuduisburg.de/2017/09/15/wir-muessen-unsere-innenstadt-beschuetzen/ http://www.jazuduisburg.de/2017/09/15/wir-muessen-unsere-innenstadt-beschuetzen/#respond Fri, 15 Sep 2017 11:34:33 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=1150 Nach derzeitiger planungsrechtlicher Grundlage ist der Bau eines Design-Outlet-Centers auf der Fläche des Alten Güterbahnhofs nicht gestattet. Zu Recht. Denn das Gelände liegt nicht im sogenannten „Zentralen Versorgungsbereich“ (ZVB) der Duisburger Stadtmitte. Ein zentraler Versorgungsbereich ist ein räumlich abgrenzbarer, schützenswerter Bereich. Er ist in der Regel multifunktional. Ein Outlet-Center ist eine monofunktionale Einzelhandelsfläche. Für das Outlet soll nun bestehendes Planungsrecht geändert werden, um das Vorhaben auf den Weg bringen zu können und den reinen Profitinteressen des Investors Kurt Krieger nachzukommen. Großflächiger Einzelhandel mit zentrenrelevantem Kernsortiment ist nur in zentralen Versorgungsbereichen zulässig. Hier wird zugunsten der Profitgier von Herrn Krieger bestehendes Recht zum Schutze der Stadt aufgegeben. Nun liegt es an uns Duisburgerinnen und Duisburgern, diesen Bereich zu schützen, da die Politik dies leider mit Ihrem Beschluss zur Realisierung des Outlets versäumt hat. Was macht eine Stadt eigentlich aus? Was ist das Schützenswerte? Wichtig ist zu sagen, dass Innenstädte und Stadtteilzentren durch eine Mischnutzung (multifunktional) geprägt sind und nicht vom Handel allein. Dazu zählen Funktionen wie Wohnen, Arbeit, Handel, Bildung, Kultur, Verwaltung, Kommunikation und Begegnung. Dabei soll Handel auch in Zukunft eine tragende Rolle einnehmen, so der Deutsche Städtetag (DST) in seinem Diskussionspapier „Zukunft von Stadt und Handel“. Laut DST haben [...]

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Nach derzeitiger planungsrechtlicher Grundlage ist der Bau eines Design-Outlet-Centers auf der Fläche des Alten Güterbahnhofs nicht gestattet. Zu Recht. Denn das Gelände liegt nicht im sogenannten „Zentralen Versorgungsbereich“ (ZVB) der Duisburger Stadtmitte.

Ein zentraler Versorgungsbereich ist ein räumlich abgrenzbarer, schützenswerter Bereich. Er ist in der Regel multifunktional. Ein Outlet-Center ist eine monofunktionale Einzelhandelsfläche. Für das Outlet soll nun bestehendes Planungsrecht geändert werden, um das Vorhaben auf den Weg bringen zu können und den reinen Profitinteressen des Investors Kurt Krieger nachzukommen. Großflächiger Einzelhandel mit zentrenrelevantem Kernsortiment ist nur in zentralen Versorgungsbereichen zulässig. Hier wird zugunsten der Profitgier von Herrn Krieger bestehendes Recht zum Schutze der Stadt aufgegeben. Nun liegt es an uns Duisburgerinnen und Duisburgern, diesen Bereich zu schützen, da die Politik dies leider mit Ihrem Beschluss zur Realisierung des Outlets versäumt hat.

Was macht eine Stadt eigentlich aus? Was ist das Schützenswerte?

Wichtig ist zu sagen, dass Innenstädte und Stadtteilzentren durch eine Mischnutzung (multifunktional) geprägt sind und nicht vom Handel allein. Dazu zählen Funktionen wie Wohnen, Arbeit, Handel, Bildung, Kultur, Verwaltung, Kommunikation und Begegnung. Dabei soll Handel auch in Zukunft eine tragende Rolle einnehmen, so der Deutsche Städtetag (DST) in seinem Diskussionspapier „Zukunft von Stadt und Handel“. Laut DST haben die Veränderungen im Handel unmittelbaren Einfluss auf die Stadt. In manchen Innenstädten und Stadtteilzentren mit starker Nachfrage expandieren Filialisten, Franchise-Unternehmen und Shopping Malls. Wohn- und Freizeit- sowie gastronomische Angebote siedeln sich ebenfalls verstärkt in den Innenstädten an. In anderen Innenstädten und Stadtteilzentren hingegen nimmt die Vielfalt ab und der Leerstand zu, so der DST. Wir müssen Gefahren von außen als solche identifizieren. Ein Outlet ist eine solche Gefahr, es wäre der Tod unserer Innenstadt. Wir müssen unseren Zentralen Versorgungsbereich schützen, in all seinen Facetten von innen heraus stärken und eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung fördern.

Duisburg steht auf der Kippe

In Duisburg beobachtet man sowohl Positives als auch Negatives – das ist auch anhand der vielen Reaktionen auf diese Kampagne auszumachen. Die einen schreien „Leerstand“ und „die Innenstadt ist tot“ – andere loben die Duisburger City für ihr Flair, attraktive Einkaufsmöglichkeiten und zahlreichen Festivitäten. Und genau das ist es, was es in einem Outlet nicht gibt. Ein Outlet kopiert städtisches Feeling. Es handelt sich dabei um eine geschlossene, nicht öffentliche Fläche, die nur darauf abzielt, das Grundstück von Herrn Krieger so wertvoll wie möglich zu machen.

DOC kein Frequenzbringer für Duisburg

Mit dem Beschluss, vor den Toren der Innenstadt eine monofunktionale Einzelhandelsfläche entstehen zu lassen, besteht die große Gefahr, dass eine Abwärtsspirale in der Duisburger Innenstadt in Gang gesetzt wird. Das DOC hat nämlich keinerlei Verbindung zur Innenstadt, wie sie ein Frequenzbringer ansonsten hätte. Dabei profitiert der Frequenzbringer vom ergänzenden Sortiment und umgekehrt. Beim Outlet-Center wird gerade auf die Entfernung zum herkömmlichen Handel gesetzt, um eine Vergleichbarkeit zu verhindern und die Menschen im eigenen Bereich zu halten. Warum sollten sie dann noch in die Innenstadt gehen, wenn sie doch alles – wie sie glauben – im Outlet billiger bekommen?

Unsere Stadt ist kein Spekulationsobjekt

Wer am 24. September mit „NEIN“ für das Outlet abstimmt, opfert wissentlich seine Innenstadt. Alle Akteure sind gefordert, die Innenstadt gemeinsam erfolgreich zu gestalten. Das geht nicht über die Köpfe der Duisburger hinweg. Deshalb entscheiden Sie. Ihre Meinung zählt.

Wer gegen den Bau des Outlets auf der Fläche des Alten Güterbahnhofs ist, muss am 24. September sein Kreuzchen bei „JA“ machen. Denn so heben Sie den Ratsbeschluss zur Realisierung auf, verhindern den Bau des DOC und eröffnen neue Perspektiven für unsere Stadt.

 

 

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Zusammenfassung der OB-Podiumsdiskussion am 12.9.2017 http://www.jazuduisburg.de/2017/09/13/zusammenfassung-der-ob-podiumsdiskussion-am-12-9-2017/ http://www.jazuduisburg.de/2017/09/13/zusammenfassung-der-ob-podiumsdiskussion-am-12-9-2017/#respond Wed, 13 Sep 2017 12:17:37 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=1155 Von Planlosigkeit und Sturzgeburten In seinen einleitenden Ausführungen sprach Impulsgeber Prof. i. R. Dr. Rolf Monheim zur Podiumsdiskussion am 12. September in der Liebfrauenkirche, Duisburg-Stadtmitte zunächst über das Konzept Outlet-Center und die Eignung des Güterbahnhofsgeländes. Den kompletten Redebeitrag des Stadtgeographen finden Sie hier: „Perspektiven für Duisburgs Innenstadt“. Im Anschluss begann die Diskussion mit den OB-Kandidaten Erkan Kocalar (Die Linke), Sören Link (SPD), Gerhard Meyer (CDU/Grüne/JuDu/BL) und Thomas Wolters (FDP). Einleitend las Moderator Sascha Devigne, Chefredakteur vom lokalen Fernsehsender Studio 47, die Positionen der einzelnen Parteien vor, wie sie auf dem Positionspapier zum Bürgerentscheid mitsamt Wahlbenachrichtigung an die Duisburgerinnen und Duisburger versandt wurden. Die Positionen der Parteien finden Sie hier. Jeder Kandidat sagte zunächst etwas zur Position seiner Partei. Kocalar wies auf die derzeitige gute Entwicklung der Innenstadt und betonte, dass es durch das DOC zu Arbeitsplatzverlusten in der Innenstadt kommen könnte. Link hingegen vertrat die Meinung, dass das DOC Arbeitsplätze, Steuern und Kaufkraft nach Duisburg brächte und das DOC eine Chance für Duisburg sein könne. Meyer hatte die schwierigste Position zu vertreten, denn seine Unterstützer kommen sowohl aus den Reihen der Gegner als auch der Befürworter. Meyer wolle trotzdem seine persönliche Meinung vertreten. Er könne sich ein Outlet grundsätzlich in [...]

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Von Planlosigkeit und Sturzgeburten

In seinen einleitenden Ausführungen sprach Impulsgeber Prof. i. R. Dr. Rolf Monheim zur Podiumsdiskussion am 12. September in der Liebfrauenkirche, Duisburg-Stadtmitte zunächst über das Konzept Outlet-Center und die Eignung des Güterbahnhofsgeländes. Den kompletten Redebeitrag des Stadtgeographen finden Sie hier: „Perspektiven für Duisburgs Innenstadt“. Im Anschluss begann die Diskussion mit den OB-Kandidaten Erkan Kocalar (Die Linke), Sören Link (SPD), Gerhard Meyer (CDU/Grüne/JuDu/BL) und Thomas Wolters (FDP).

Einleitend las Moderator Sascha Devigne, Chefredakteur vom lokalen Fernsehsender Studio 47, die Positionen der einzelnen Parteien vor, wie sie auf dem Positionspapier zum Bürgerentscheid mitsamt Wahlbenachrichtigung an die Duisburgerinnen und Duisburger versandt wurden. Die Positionen der Parteien finden Sie hier.

Jeder Kandidat sagte zunächst etwas zur Position seiner Partei.

Kocalar wies auf die derzeitige gute Entwicklung der Innenstadt und betonte, dass es durch das DOC zu Arbeitsplatzverlusten in der Innenstadt kommen könnte.

Link hingegen vertrat die Meinung, dass das DOC Arbeitsplätze, Steuern und Kaufkraft nach Duisburg brächte und das DOC eine Chance für Duisburg sein könne.

Meyer hatte die schwierigste Position zu vertreten, denn seine Unterstützer kommen sowohl aus den Reihen der Gegner als auch der Befürworter. Meyer wolle trotzdem seine persönliche Meinung vertreten. Er könne sich ein Outlet grundsätzlich in der Innenstadt vorstellen, aber nicht auf dem Gelände. „Man muss nicht alles nachmachen, was andere haben und das noch größer machen“, so Meyer. Man solle vielmehr ein Alleinstellungsmerkmal nutzen.

Wolters ging davon aus, dass bis zur Realisation der ersten Bauphase rund sieben Jahre vergehen würden. Aufgrund der Schockstarre, in die der Einzelhandel durch die Planungsunsicherheit geraten sei, gebe er zu bedenken: „Bevor der erste Stein gebaut wird, wird die Innenstadt bereits untergegangen sein“. Er bezeichnete den Einzelhandel als Stütze der Innenstadt. Existenzängste wären da und diese müsse man wahrnehmen.

Eine erste Frage von Moderator Devigne lautete: „Darf man sich das von einem Investor bieten lassen?“ – bezogen war die Frage auf Kriegers Stillstandsdrohung, sollte Duisburg nicht für das DOC abstimmen.

Kocalar sei sich sicher, dass man mit Krieger reden könne. Duisburg habe kluge Köpfe und es gebe viele Alternativen. Büros würden dringend gebraucht, die Risiken durch ein DOC seien einfach zu hoch für die Stadt.

Link sagte, Krieger könne machen, was er wolle. Sicherlich könne man planungsrechtlich eingreifen. Link bezeichnete dies allerdings als „müßig“ und „alternativlos“. Sollte Duisburg gegen das DOC abstimmen, so Link, müsse man mit Stillstand auf der Fläche leben.

Meyer brüskierte sich darüber, wie ein Grundstücksinhaber die Stadtentwicklung ausnutzen wolle und sagte, man müsse mit ihm (Krieger) über andere Alternativen sprechen.

Wolters fügte hinzu, es gäbe bereits jetzt Stillstand in der Innenstadt. Er führte erneut seinen Vorschlag an, auf der Fläche ein Tropical Island entstehen zu lassen. Dies schädige die Innenstadt nicht und Herr Krieger könne auch daran verdienen. „Wir dürfen uns nicht unter Druck setzen lassen“, so Wolters. Es müsse nicht unbedingt jetzt etwas entstehen, zur Not ließe man dort einfach einen Wald entstehen.

Zwischendurch gab es Wortmeldungen. Man sei verwirrt, dass Herr Krieger die Bürger so unter Druck setze: „Outlet oder nix“. Eine andere Frage betraf die Verkehrsführung: Wie sollen die Duisburger Straßen dem Verkehr standhalten? Link betonte immer wieder, dass das noch geprüft werden müsse. Ein anderer Besucher sagte: „Wenn wir Bürger das DOC ablehnen, gibt es doch eine ganz neue Situation. Wenn Krieger merkt, es klappt nicht, muss er sich über Alternativen Gedanken machen“.

Kocalar kritisierte, dass es bereits heute in Duisburg viel zu viel geringfügige Arbeitsverhältnisse in der Innenstadt gebe. Zudem sei Krieger Geschäftsmann, der die Fläche nicht einfach brach liegen lassen werde. (Immerhin bezeichnet Krieger diese Fläche als „affengeiles Grundstück“).

Meyer antwortete auf die Frage, wie man die Innenstadt attraktiver gestalten wolle: Er wolle einen Rundgang schaffen, über Schwanentor bis hin zum Innenhafen. Meyer betonte außerdem, dass niemand wisse, wie viele Arbeitsplätze geschaffen würden. Nichts sei Fakt, es gäbe keine Fakten dazu.

Wolters stichelte hinsichtlich der Attraktivierung der Innenstadt in Richtung Link: „Herr Link, Sie haben ja nicht viel getan bisher für die Innenstadt bis auf die Einführung des Alkoholverbots“.

Ein großer Kritikpunkt war die Art und Weise, wie der Ratsbeschluss zustande gekommen war. Der Grundsatzbeschluss würde nur einer Idee nach und ohne konkrete Pläne von SPD und CDU befürwortet. Den Oppositionen im Rat wurde kaum mehr als ein paar Tage Zeit gelassen, um sich zu dem Vorhaben Kriegers zu informieren.

Kocalar sagte deutlich: „Es gab keine Transparenz bei der Abstimmung. Keiner wusste, worüber überhaupt abgestimmt wurde“ Zudem gebe es deutliche Warnungen, u.a. vom Deutschen Städtetag und anderen Experten. Am Ende müsse man Chancen und Risiken abwägen, so Kocalar.

Wolters betonte, man müsse auf die Verunsicherung in der Innenstadt eingehen und die Ängste verstehen. Wolters las ebenfalls aus dem Ratsbeschluss vom 1.2.2017 vor und entkräftete Links Aussage, es handele sich nur um Planungsprüfungen. Denn, so Wolters, im Ratsbeschluss ginge es um die Realisierung des Projektes – dort hieße es: „SPD und CDU befürworten das Vorhaben zu verwirklichen und zu flankieren“.

Meyer betonte, dass er es schade fände, dass Krieger auf die Emotion der Wähler setze und nun auch der MSV für ihn Autogramme am Infomobil gibt, um auf emotionaler Ebene auf Wählerfang zu gehen.

Zwischenzeitlich kamen erneute Wortmeldungen und Kommentare aus dem Publikum: „Wem gehört die Stadt?“ und „Nur weil ein Investor sagt, er wolle das DOC und man es wie die Möhre unter der Nase gehalten bekommt, sollen wir zustimmen?“ Eine weitere Frage kam auf: „Wieso denkt man so kurzfristig? Man muss über eine Legislaturperiode hinausdenken“ Weitere Publikumsbeiträge bemängelten, dass das DOC nur prekäre Arbeitsplätze schaffen würde. Ein Teilnehmer sagte „Wir sollten uns endlich auf eine Stadtentwicklung des 21. Jahrhunderts besinnen!“

Hinsichtlich einer Anbindung an die Innenstadt sagte Meyer: „Krieger bzw. Neinver hätten ja auch eine Willenserklärung unterschreiben können für eine Anbindung“, am Ende zahle nämlich die Stadt dafür. Bisher habe er keine konkreten Dinge zu einer Anbindung gehört, man spreche bei Krieger nur von „Trittsteinen“.

Kocalar sagte, man werde im Outlet so viel machen, dass die Kunden dort bleiben und nicht woanders hingehen. Man wisse auch heute noch nicht, welche Sortimente tatsächlich dort angeboten würden.

Wolters brachte das Beispiel Centro Oberhausen. Hier würde der ÖPNV auch nur als Verbindung zum Centro und nicht andersherum in die Innenstadt genutzt werden.

Link sprach von Planungsprüfungen und Gutachten, die erst folgen würden. Man müsse prüfen, was möglich sei.

Eine Zuschauerin meldete sich zu Wort und las einen Artikel aus der Mitteldeutschen Zeitung vor, aus dem hervorging, dass Betreiber Neinver am Standort des Outlets Brehna Shuttlebusse einsetze, um aus den nahegelegenen Innenstädten Besucher zu „räubern“. So könne man sich sicher sein, welchem Zweck ein Shuttlebus dienen würde.

Immer wieder ging das Publikum auf den Aspekt ein, dass der Rat etwas über den Kopf der Bürger hinweg beschlossen habe, ohne Genaueres zu wissen.

Eine Frage ging an Link: „Wann haben Sie das erste Mal Pläne von Herrn Krieger zum DOC gesehen?“

Link antwortete: „Das müsste auf der Expo Real im letzten Jahr gewesen sein“.

Eine weitere Frage lautete: „Ist es gängige Praxis einen Ratsbeschluss in der Art und Weise wie bei dem jetzigen Fall auf den Weg zu bringen?“

Wolters dazu: „Planung läuft in anderen Städten anders ab. Seit Sören Link Oberbürgermeister ist, sind solche Sturzgeburten an der Tagesordnung.“ Beschlüsse würden regelrecht durchgeboxt werden.

Nach knapp zweieinhalb Stunden endete die Diskussion. Als Schlusswort erhielt jeder Podiumsteilnehmer 60 Sekunden Zeit, um seine Stellung noch einmal zu verdeutlichen.

Hier finden Sie Teil 1 der Zusammenfassung der Podiumsdiskussion von Studio 47.

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