JA ZU DUISBURG – KEIN DOC http://www.jazuduisburg.de Für das Bürgerbegehren gegen das Designer-Outlet-Center Tue, 15 Aug 2017 13:07:24 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.5 126188927 Warum das Bürgerbegehren genau jetzt stattfinden musste http://www.jazuduisburg.de/2017/08/08/warum-das-buergerbegehren-genau-jetzt-stattfinden-musste/ http://www.jazuduisburg.de/2017/08/08/warum-das-buergerbegehren-genau-jetzt-stattfinden-musste/#respond Tue, 08 Aug 2017 09:30:24 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=984 Zwischenzeitlich werfen die Befürworter eines Designer-Outlet-Centers uns Kritikern vor, dass wir das Projekt in diesem frühen Stadium bekämpfen, in dem noch nichts geprüft und konkret geplant sei. Auch OB Sören Link betont zu jeder Gelegenheit, dass es sich ja nur um einen Grundsatzbeschluss handele, der die Machbarkeit des Vorhabens prüfen soll. SPD und CDU spielen den Stellenwert des Grundsatzbeschlusses herunter und definieren ihn lediglich als Instrument der Transparenzmachung. So geschehen unter anderem in der Ratssitzung am 1. Februar 2017. Man befände sich nicht am Beginn eines formalen Prozesses und habe den Beschluss lediglich durchgeführt, um den Rat mit ins Boot zu holen und dessen Meinung zum Vorhaben DOC zu erfragen. Erst danach würden die weiteren Schritte folgen, wie die Prüfung der Machbarkeit und die Beteiligung der Bürger. Gerne wird es so dargestellt, dass der herrschende Widerstand unangebracht sei, da ja die wichtigen Entscheidungen erst folgen. Frist erforderte schnelles Handeln  Oberflächlich betrachtet mag dies tatsächlich verwundern. Blickt man jedoch auf die rechtliche Lage, blieb uns als Gegner keine andere Wahl. Zum einen legt dieser Beschluss nicht lediglich die Prüfung, sondern die Realisierung des Vorhabens fest, wie der Titel des Beschlusses selbst verdeutlicht. Zum anderen startete mit dem Entscheid des Rates, den Bau eines [...]

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Zwischenzeitlich werfen die Befürworter eines Designer-Outlet-Centers uns Kritikern vor, dass wir das Projekt in diesem frühen Stadium bekämpfen, in dem noch nichts geprüft und konkret geplant sei. Auch OB Sören Link betont zu jeder Gelegenheit, dass es sich ja nur um einen Grundsatzbeschluss handele, der die Machbarkeit des Vorhabens prüfen soll. SPD und CDU spielen den Stellenwert des Grundsatzbeschlusses herunter und definieren ihn lediglich als Instrument der Transparenzmachung. So geschehen unter anderem in der Ratssitzung am 1. Februar 2017. Man befände sich nicht am Beginn eines formalen Prozesses und habe den Beschluss lediglich durchgeführt, um den Rat mit ins Boot zu holen und dessen Meinung zum Vorhaben DOC zu erfragen. Erst danach würden die weiteren Schritte folgen, wie die Prüfung der Machbarkeit und die Beteiligung der Bürger. Gerne wird es so dargestellt, dass der herrschende Widerstand unangebracht sei, da ja die wichtigen Entscheidungen erst folgen.

Frist erforderte schnelles Handeln 

Oberflächlich betrachtet mag dies tatsächlich verwundern. Blickt man jedoch auf die rechtliche Lage, blieb uns als Gegner keine andere Wahl. Zum einen legt dieser Beschluss nicht lediglich die Prüfung, sondern die Realisierung des Vorhabens fest, wie der Titel des Beschlusses selbst verdeutlicht. Zum anderen startete mit dem Entscheid des Rates, den Bau eines Outletcenter zu befürworten und zu unterstützen, eine Widerspruchsfrist von drei Monaten. In der Tat ist es so, dass Grundsatzbeschlüsse formal nicht so relevant sind, was heißen soll, dass sie im Nachhinein noch anpassungsfähig sind oder gar verworfen werden können. Jedoch nur von städtischer Seite aus. Ist der Bürger mit dem Grundsatzbeschluss an sich nicht einverstanden, muss er sich an die dreimonatige Frist halten. Nur in dieser Zeit kann er in Form eines Bürgerbegehrens gegen den Beschluss vorgehen. Verstreicht diese Zeit, verliert die Bürgerschaft ihre Möglichkeit zur Mitsprache in dieser Sache. Auch gegen Folgebeschlüsse, die auf dem Grundsatzbeschluss aufbauen, wäre wegen Fristablaufs ein Bürgerbegehren nicht mehr möglich. Daher ist der aktuelle Zeitpunkt der einzige, zu dem die Bürger per Bürgerentscheid bei der grundsätzlichen DOC-Frage mitentscheiden können.

Der Verein Mehr Demokratie liefert auf seiner Internetseite dazu folgende Beispiele:

Königswinter: Der Rat der Stadt Königswinter hat am 19. Juli 2010 ein Bürgerbegehren gegen einen Neubau für das Rathaus für unzulässig erklärt. Begründung: das Begehren wende sich im Kern gegen die Grundsatzentscheidung des Stadtrates, ein zentrales Rathaus zu bauen. Dieser Beschluss sei aber schon am 15. Dezember 2008 gefällt worden.

Pulheim: Der Rat der Stadt Pulheim hat am 29. Januar 2013 ein Bürgerbegehren für den Erhalt des Hallenbades im Zentralort für unzulässig erklärt. Begründung: das Begehren richte sich gegen eine Grundsatzentscheidung des Stadtrates vom 16. Dezember 2008 und sei damit verfristet.

 

Hinsichtlich dieser Tragweite gefällter Beschlüsse und der Unantastbarkeit von Folgebeschlüssen, werden die Absurdität einer Frist von lediglich drei Monaten und die damit einhergehende Notwendigkeit deutlich, als Bürger frühzeitig auf Entscheidungen der Stadt zu reagieren.

Betrachtet man nun diese herrschende Regelung, wird man auch im Fall DOC das Gefühl nicht los, dass die Stadtoberen sich haben verleiten lassen, diese wichtige stadtentwicklungsrelevante Entscheidung an den Bürgern vorbeizuschleusen, um möglichen Gegenwind zu verhindern. Wieso sonst hat die Stadt, die in ihrer Entscheidungsfindung ansonsten eher träge daherkommt, plötzlich den Beschluss im intransparenten Hau-Ruck-Verfahren durch den Rat gebracht?

Grundsatzbeschluss ist mehr als der Auftrag zur Prüfung

Und nebenbei bemerkt, ein Grundsatzbeschluss beschließt eine Sache von Grund auf, wie das Wort schon sagt. Soll heißen: Selbst, wenn es zur beschlossenen Sache in der Folge Analysen und Diskussionen gibt, wird nicht mehr gefragt, „ob“ die beschlossene Sache zu erfüllen ist, sondern nur noch „wie“ sie zu erfüllen ist. In der Sache DOC heißt der Beschluss: “Grundsatzbeschluss zur Realisation eines Design Outlet Centers (DOC) auf der Fläche der Duisburger Freiheit Süd“.

Wo und wie, bitteschön, kann der Bürger da noch Einspruch erheben? Wenn Herr Link also behauptet, dass die Stadt damit lediglich den Auftrag zur Prüfung erteilt hat, ist das zumindest Augenwischerei.

 

Mehr Demokratie e.V. fordert im Übrigen die Abschaffung einer Einreichungsfrist für Bürgerbegehren. Diese würde unnötige Bürgerbegehren eher provozieren, weil dem Bürger keine Zeit mehr bliebe, mit den Entscheidungsträgern in einen konstruktiven Dialog zu treten. Fronten würden unnötig schnell verhärtet und das Finden von Kompromissen erschwert.


Wenn auch Sie gegen das DOC sind, stimmen Sie am 24. September mit „JA“ für die Aufhebung des Beschlusses zur Realisierung des Outletcenters. „JA“ zu Duisburg! 

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Die Mär von Tod und Stillstand http://www.jazuduisburg.de/2017/07/22/die-maer-von-tod-und-stillstand/ http://www.jazuduisburg.de/2017/07/22/die-maer-von-tod-und-stillstand/#comments Sat, 22 Jul 2017 07:31:12 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=794 Unvollendete Projekte und Brachflächen, Duisburg ist voll davon. Das ist beklagenswert und stimmt verständlicherweise den Bürger missmutig. Missmutig gegenüber Entscheidungsträgern und gegenüber Gegnern von Entscheidungen, die dann endlich getroffen werden. So fühlt sich mancher Bürger dazu berufen, ein Outletcenter als Lösung aller innerstädtische Probleme zu sehen. Nein-Sager werden per se zu stumpfsinnigen Verhinderern und Investoren zu gütigen Heilsbringern, die sich einer Stadt wie Duisburg annehmen. Man trifft auf: politische Unfähigkeit, Prestigegehabe und städtische Akteure, die eigene Interessen vor die der Gemeinschaft stellen. Ein Zustand zum aus der Haut fahren. Nicht nur könnte Duisburg in seiner Entwicklung bereits ein großes Stück weiter sein, auch geht das Potential der Stadt in der Wahrnehmung der eigenen Bevölkerung genauso unter wie die Wahrnehmung für Dinge, die gut laufen. Denn Duisburg entwickelt sich, anscheinend jedoch unbeachtet. Zwischen punktuellem Stillstand und vom Lobbyismus getriebenen Bauprojekten entsteht Neues. Nicht alles ist kategorisch schlecht, Duisburg ist in Bewegung. Das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt Duisburgs Innenstadt hat in den vergangenen Jahren bereits eine deutliche Aufwertung erfahren. Mit dem Forum, dem City-Palais und dem König-Heinrich-Platz in der Mitte der Stadt, sowie der Königsgalerie und dem Stadtfenster, sind kleine Inseln des Fortschritts und Zeugnisse voranschreitender Stadtentwicklung entstanden. Und das trotz einer selbstgemachten [...]

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Unvollendete Projekte und Brachflächen, Duisburg ist voll davon. Das ist beklagenswert und stimmt verständlicherweise den Bürger missmutig. Missmutig gegenüber Entscheidungsträgern und gegenüber Gegnern von Entscheidungen, die dann endlich getroffen werden. So fühlt sich mancher Bürger dazu berufen, ein Outletcenter als Lösung aller innerstädtische Probleme zu sehen. Nein-Sager werden per se zu stumpfsinnigen Verhinderern und Investoren zu gütigen Heilsbringern, die sich einer Stadt wie Duisburg annehmen.

Man trifft auf: politische Unfähigkeit, Prestigegehabe und städtische Akteure, die eigene Interessen vor die der Gemeinschaft stellen. Ein Zustand zum aus der Haut fahren. Nicht nur könnte Duisburg in seiner Entwicklung bereits ein großes Stück weiter sein, auch geht das Potential der Stadt in der Wahrnehmung der eigenen Bevölkerung genauso unter wie die Wahrnehmung für Dinge, die gut laufen. Denn Duisburg entwickelt sich, anscheinend jedoch unbeachtet. Zwischen punktuellem Stillstand und vom Lobbyismus getriebenen Bauprojekten entsteht Neues. Nicht alles ist kategorisch schlecht, Duisburg ist in Bewegung.

Das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt

Duisburgs Innenstadt hat in den vergangenen Jahren bereits eine deutliche Aufwertung erfahren. Mit dem Forum, dem City-Palais und dem König-Heinrich-Platz in der Mitte der Stadt, sowie der Königsgalerie und dem Stadtfenster, sind kleine Inseln des Fortschritts und Zeugnisse voranschreitender Stadtentwicklung entstanden. Und das trotz einer selbstgemachten Atmosphäre der Unsicherheit durch die Planung großer Einzelhandelsflächen, die Investoren und Einzelhändler in der Innenstadt die letzten zwei Jahrzehnte Zurückhaltung pflegen ließ.

Weitere Projekte sind in Planung oder bereits in der Umsetzungsphase. Grundlage hierfür bildet das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt, in welchem Elemente aus der Stadtentwicklungsstrategie 2027 und des Masterplans von Sir Norman Foster verarbeitet wurden.

14,7 Millionen Euro Fördermittel sollen in den nächsten Jahren in städtebauliche Projekte fließen, darunter der Umbau von Mercatorstraße, Bahnhofsvorplatz und Friedrich-Wilhelm-Straße. Ebenfalls gefördert werden der Umbau des Kantparks und die Entwicklung des Mercator-Quartiers, um nur einige zu nennen. Zusätzlich sollen 630 Millionen Euro private und öffentliche Investitionen hinzukommen.

Stadt schaufelt sich ihr eigenes Grab

Von innen heraus soll Duisburgs Zentrum gestärkt werden, indem bestehende Strukturen durch Umbaumaßnahmen attraktiver gemacht werden. Die Planungen eines Outletcenters stehen jedoch mit diesen Planungen im inhaltlichen Widerspruch. Viel Geld und Arbeitskraft sind in die Entwicklung des Handlungskonzeptes geflossen und würden ebenso entwertet werden wie der Einsatz der Fördermittel und damit auch Steuergelder. Leichtfertig wird die hohe Wahrscheinlichkeit in Kauf genommen, dass der Innenstadt erheblicher Schaden zugefügt wird. Denn zuerst verschwinden Markenläden komplett aus der Innenstadt und ziehen ins Outlet. Danach nehmen innerstädtische Händler Outlet-Sortimente und Marken aus ihrem Programm, da sie mit den Kampfpreisen des DOC nicht mithalten können. Das betrifft nicht nur Kleidung, sondern auch Waren wie Porzellan, Glas, Wohneinrichtungsbedarf, Hausrat, Haus-, Bett- und Tischwäsche, denn auch diese dürfen in einem DOC angeboten werden. Weitere Leerstände entstehen, Gebäude und Ladenlokale werden entwertet. Durch den Bau eines Outletcenters am Rande der Innenstadt mit funktionierendem Stadtkern entstünde eine direkte Konkurrenz, die die Maßnahmen zur Stärkung der Duisburger Innenstadt ad absurdum führen würden.

Wir fordern mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung bei der Planung von Duisburgs Zukunft und sprechen uns ganz klar gegen den Bau eines „Dorfes“ neben der Innenstadt aus.

Wenn auch Sie gegen das DOC sind, stimmen Sie am 24. September mit „JA“ für die Aufhebung des Beschlusses zur Realisierung des Outletcenters. „JA“ zu Duisburg! 

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„Roermonder Handel in Innenstadt profitiert nicht vom Outletcenter“ http://www.jazuduisburg.de/2017/07/17/roermonder-handel-in-innenstadt-profitiert-nicht-vom-outletcenter/ http://www.jazuduisburg.de/2017/07/17/roermonder-handel-in-innenstadt-profitiert-nicht-vom-outletcenter/#comments Mon, 17 Jul 2017 13:05:24 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=865 Das Outletcenter in Roermond wird immer gerne als Vorzeigeobjekt genannt, wenn es darum geht, ob das geplante Design-Outlet-Center in Duisburg ein positiver Impuls für die Innenstadt sein kann oder nicht. Roermond ist und bleibt Phänomen. Michael Nadler, Inhaber des Lehrstuhls Immobilienentwicklung in der Fakultät Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund, glaubt nicht an den Erfolg von Shopping als Wirtschaftsmotor. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine sagte er: „Die Städte verschließen die Augen vor der Wirklichkeit.“ Der Erfolg von Roermond sei eine Ausnahme und lasse sich kaum wiederholen.“ Doch für wen ist Roermond eigentlich erfolgreich? Ist Roermond wirklich ein positiver Impuls für die Innenstadt? Oder ist er doch eher nur ein Erfolg für die Betreiber des Outlets und für das Image der Stadt als Shoppingparadies? Eine große niederländische Tageszeitung berichtet kürzlich: Die Händler in der Innenstadt von Roermond profitieren nicht von dem gegenüberliegenden Design-Outlet-Center, heißt es in einem Artikel des „Telegraaf“. Geschäftsleute aus Roermond sehen das größte Problem in den niedrigen Preisen und der Verkehrssituation, sagen Vertreter des örtlichen Unternehmensverbandes. Sie klagen, dass einheimische Kunden wegblieben, weil diese das Verkehrsaufkommen scheuten, und dass die Kunden des Outletcenters gar keinen oder nur einen geringen Umsatz brächten. Gleiches gilt für den lokalen Einzelhandel [...]

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Das Outletcenter in Roermond wird immer gerne als Vorzeigeobjekt genannt, wenn es darum geht, ob das geplante Design-Outlet-Center in Duisburg ein positiver Impuls für die Innenstadt sein kann oder nicht. Roermond ist und bleibt Phänomen. Michael Nadler, Inhaber des Lehrstuhls Immobilienentwicklung in der Fakultät Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund, glaubt nicht an den Erfolg von Shopping als Wirtschaftsmotor. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine sagte er: „Die Städte verschließen die Augen vor der Wirklichkeit.“ Der Erfolg von Roermond sei eine Ausnahme und lasse sich kaum wiederholen.“

Doch für wen ist Roermond eigentlich erfolgreich? Ist Roermond wirklich ein positiver Impuls für die Innenstadt? Oder ist er doch eher nur ein Erfolg für die Betreiber des Outlets und für das Image der Stadt als Shoppingparadies?

Eine große niederländische Tageszeitung berichtet kürzlich: Die Händler in der Innenstadt von Roermond profitieren nicht von dem gegenüberliegenden Design-Outlet-Center, heißt es in einem Artikel des „Telegraaf“. Geschäftsleute aus Roermond sehen das größte Problem in den niedrigen Preisen und der Verkehrssituation, sagen Vertreter des örtlichen Unternehmensverbandes. Sie klagen, dass einheimische Kunden wegblieben, weil diese das Verkehrsaufkommen scheuten, und dass die Kunden des Outletcenters gar keinen oder nur einen geringen Umsatz brächten. Gleiches gilt für den lokalen Einzelhandel in Lelystad, wo sich das Outletcenter „Batavia Stad“ befindet.

Die einzigen, die in Roermond außerhalb des Centers noch profitieren würden, seien die Gastronomieangebote, heißt es. In Roermond befindet sich der Zugang der kleinen Einkaufsstraße von Roermond genau gegenüber des Centers, erreichbar innerhalb weniger Gehminuten. Sowohl in Roermond als auch in Lelystad leidet der Einzelhandel unter der Park- und Verkehrssituation sowie dem niedrigen Preisniveau der Outlets.

In Duisburg soll nun das größte Outlet Deutschlands entstehen, so wünschen sich das Investor, OB-Link und Co. Eine monofunktionale Einzelhandelsfläche von 30.000 Quadratmetern. Ausmaße, vergleichbar mit der Größe der Mülheimer Innenstadt. In dieser Größenordnung sind die Einrichtungen relativ autark und können weitestgehend ohne ihr Umfeld bestehen. Center in dieser Größe sind also auch darauf angelegt, dass möglichst alle Einkäufe innerhalb dieses Zentrums erledigt werden und der Verbraucher so lange wie möglich gebunden wird.

Das Problem: Das alte Güterbahnhofsgelände, auf dem das Center geplant ist, befindet sich zwar nah an der Autobahn und am Bahnhof, ist allerdings nicht integriert angebunden an die innerstädtische Handelsfläche. Fraglich bleibt: Wie sollte eine Anbindung aussehen, falls das DOC kommt? Wer sollte nach einem ausgiebigen Shoppingtag im Outlet noch die Mühe auf sich nehmen, um in die Innenstadt zu gehen?

Die Aussagen des Unternehmerverbandes in Roermond sprechen für sich. Dort profitiert die Innenstadt kaum vom Outlet. Die Frage, die sich die Bürger in Duisburg am 24. September zum Bürgerentscheid stellen sollten, lautet: Kann das DOC wirklich eine Chance sein oder sind das wieder nur leere Wahlkampfversprechungen?

Wir fordern die Weiterverfolgung des Masterplans Innenstadt und Duisburger Freiheit. Wir fordern ein starkes Duisburg durch eine starke Innenstadt – ohne DOC auf dem Güterbahnhofsgelände. Wenn auch Sie gegen das DOC sind, stimmen Sie am 24. September mit „JA“ für die Aufhebung des Beschlusses zur Realisierung des Outletcenters. „JA“ zu Duisburg!

 

Quellen: Vgl. Retailtrends NL (https://retailtrends.nl/news/48254/-roermond-en-lelystad-gebukt-onder-outletcentra) und vgl. Telegraaf (https://www.pressreader.com/netherlands/de-telegraaf/20170324/281745564213357)

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Düsseldorf droht Verkehrskollaps – Stadtforscher rät: Investiert in Duisburg! http://www.jazuduisburg.de/2017/07/14/duesseldorf-droht-verkehrskollaps-stadtforscher-raet-investiert-in-duisburg/ http://www.jazuduisburg.de/2017/07/14/duesseldorf-droht-verkehrskollaps-stadtforscher-raet-investiert-in-duisburg/#respond Fri, 14 Jul 2017 06:55:48 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=895 „Düsseldorf droht Verkehrs-Kollaps“ meldet die Rheinische Post am 13. Juli 2017. Zurückzuführen sei dies auf immer mehr Pendler. Politikwissenschaftler Volker Eichener sagt in der RP, dass Düsseldorfs wachsende wirtschaftliche Bedeutung dazu führen könne, dass der Straßenverkehr kollabiere. Der Stadtforscher lehrt an der Hochschule Düsseldorf im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften insbesondere im Bereich Sozialpolitik. Sein Vorschlag: Investitionen in Duisburg statt in Düsseldorf. Investitionsbereitschaft in Duisburg hoch DOC-Befürworter behaupten oft, dass es kaum Investoren in Duisburg gebe und man deswegen Investor Krieger nach seinem Gusto walten zu lassen hätte. Der Aussage, es gebe kaum Investoren, entgegnete Immobilienexperte Axel Quester am 11. Juli 2017 in der Podiumsdiskussion zum Outletcenter: „Die Investitionsbereitschaft in Duisburg ist derzeit hoch“. Dies sei bezogen auf den Bereich Büros und Wohnen, weniger auf den Handel. Wenn Duisburg sich gegen das DOC entscheidet, ist dies eine echte Chance für unsere Stadt. Der Bedarf an zeitgemäßen, modernen und bezahlbaren Wohn- und Büroräumen ist groß. Im Handel hingegen herrsche seit drei bis vier Jahren eine Verkaufsflächensättigung, so Dipl.-Ing. Rolf Junker in seinem Impulsreferat während der Podiumsdiskussion. Weiterverfolgung Masterplan sinnvoll Das zeigt: Es gibt großes Potenzial für Duisburg ohne das Projekt DOC, welches in eben jener Podiumsdiskussion von Experten als „Stadtplanung von vorgestern“ [...]

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„Düsseldorf droht Verkehrs-Kollaps“ meldet die Rheinische Post am 13. Juli 2017. Zurückzuführen sei dies auf immer mehr Pendler. Politikwissenschaftler Volker Eichener sagt in der RP, dass Düsseldorfs wachsende wirtschaftliche Bedeutung dazu führen könne, dass der Straßenverkehr kollabiere. Der Stadtforscher lehrt an der Hochschule Düsseldorf im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften insbesondere im Bereich Sozialpolitik. Sein Vorschlag: Investitionen in Duisburg statt in Düsseldorf.

Investitionsbereitschaft in Duisburg hoch

DOC-Befürworter behaupten oft, dass es kaum Investoren in Duisburg gebe und man deswegen Investor Krieger nach seinem Gusto walten zu lassen hätte. Der Aussage, es gebe kaum Investoren, entgegnete Immobilienexperte Axel Quester am 11. Juli 2017 in der Podiumsdiskussion zum Outletcenter: „Die Investitionsbereitschaft in Duisburg ist derzeit hoch“. Dies sei bezogen auf den Bereich Büros und Wohnen, weniger auf den Handel.

Wenn Duisburg sich gegen das DOC entscheidet, ist dies eine echte Chance für unsere Stadt. Der Bedarf an zeitgemäßen, modernen und bezahlbaren Wohn- und Büroräumen ist groß. Im Handel hingegen herrsche seit drei bis vier Jahren eine Verkaufsflächensättigung, so Dipl.-Ing. Rolf Junker in seinem Impulsreferat während der Podiumsdiskussion.

Weiterverfolgung Masterplan sinnvoll

Das zeigt: Es gibt großes Potenzial für Duisburg ohne das Projekt DOC, welches in eben jener Podiumsdiskussion von Experten als „Stadtplanung von vorgestern“ kritisiert wurde. „Dementsprechend sinnvoll ist die Weiterverfolgung des Masterplans Innenstadt und Duisburger Freiheit“, so Boris Roskothen, einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens. „Ein Wirtschafts- und Frequenzuwachs durch Zuzug ist nachhaltiger als der, der durch ein neues Einkaufszentrum entstünde“, führt Roskothen aus. „Davon profitiert sowohl Duisburg als auch Düsseldorf“, schließt Roskothen. Dr. Hanna Hinrichs vom Verein StadtBauKultur NRW betonte in der Podiumsdiskussion ausdrücklich, dass man die Stadt Duisburg nicht als einzelne Stadt beurteilen solle. Duisburg sei Teil einer enggeflochtenen Metropolregion. Nicht jede Stadt müsse alles aufzuweisen haben in diesem engen Geflecht. Es ginge eher darum, wie man sich gegenseitig unterstützen und ergänzen könne.

Wollen wir eine Stadtplanung von vorgestern? Lassen Sie uns gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft unserer Stadt sorgen und stimmen Sie am 24. September mit „JA“ für die Aufhebung des Beschlusses zur Realisierung des Outletcenters.

Sie haben es in der Hand.

 

Quelle: Vgl. Rheinische Post, 13.07.2017  (http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-droht-verkehrs-kollaps-immer-mehr-pendler-aid-1.6945662)

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Podiumsdiskussion in der Liebfrauenkirche – eine Zusammenfassung: „In was für einer Stadt wollen wir Leben?“ http://www.jazuduisburg.de/2017/07/12/podiumsdiskussion-in-der-liebfrauenkirche-eine-zusammenfassung-in-was-fuer-einer-stadt-wollen-wir-leben/ http://www.jazuduisburg.de/2017/07/12/podiumsdiskussion-in-der-liebfrauenkirche-eine-zusammenfassung-in-was-fuer-einer-stadt-wollen-wir-leben/#comments Wed, 12 Jul 2017 13:04:23 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=868 Am Abend des 11. Juli 2017 ging es bei der Podiumsdiskussion der Initiative „Ja zu Duisburg“ einmal mehr um die Frage: „Braucht Duisburg ein DOC?“ Dazu hatten die Initiatoren Experten aus den Bereichen Stadtforschung, Planung, Geographie, Stadtentwicklung, Immobilienwirtschaft, Standortanalyse, Baukultur, Wirtschaft, Handel und Soziales in die Liebfrauenkirche eingeladen. Begrüßung zur Diskussion: Initiative sorgt für Transparenz In seiner Begrüßung betonte der Sprecher der Initiative, Frank Oberpichler, dass es wichtig sei, Transparenz in die kontroverse Diskussion zu bringen. Dafür sei es auch notwendig, dass neben den zum Teil neutralen Experten sowie Gegnern auch Befürworter auf dem Podium säßen – die jedoch leider absagen ließen. Man könne der Veranstaltung keine Einseitigkeit vorwerfen, so Oberpichler. Kritik ging in Richtung Großkoalition des Stadtrates, die das Projekt weiterhin befürworte, ohne auch nur eine fundierte Aussage zu treffen, warum das DOC eine Chance sei. Eine transparente Diskussion mit Experten sei notwendig, damit sich der Wähler ein Bild machen könne. Dem Versprechen sei man bei der Stadt bisher nicht nachgekommen. Umso mehr freue man sich, mit Mario Mais einen Moderator vorstellen zu dürfen, dessen persönliche Meinung eher für das DOC spreche, sagt Oberpichler. So ließen auch kritische Fragen und Anmerkungen des Moderators nicht lange auf sich warten. Die [...]

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Am Abend des 11. Juli 2017 ging es bei der Podiumsdiskussion der Initiative „Ja zu Duisburg“ einmal mehr um die Frage: „Braucht Duisburg ein DOC?“ Dazu hatten die Initiatoren Experten aus den Bereichen Stadtforschung, Planung, Geographie, Stadtentwicklung, Immobilienwirtschaft, Standortanalyse, Baukultur, Wirtschaft, Handel und Soziales in die Liebfrauenkirche eingeladen.

Begrüßung zur Diskussion: Initiative sorgt für Transparenz

In seiner Begrüßung betonte der Sprecher der Initiative, Frank Oberpichler, dass es wichtig sei, Transparenz in die kontroverse Diskussion zu bringen. Dafür sei es auch notwendig, dass neben den zum Teil neutralen Experten sowie Gegnern auch Befürworter auf dem Podium säßen – die jedoch leider absagen ließen.

Man könne der Veranstaltung keine Einseitigkeit vorwerfen, so Oberpichler. Kritik ging in Richtung Großkoalition des Stadtrates, die das Projekt weiterhin befürworte, ohne auch nur eine fundierte Aussage zu treffen, warum das DOC eine Chance sei. Eine transparente Diskussion mit Experten sei notwendig, damit sich der Wähler ein Bild machen könne. Dem Versprechen sei man bei der Stadt bisher nicht nachgekommen.

Umso mehr freue man sich, mit Mario Mais einen Moderator vorstellen zu dürfen, dessen persönliche Meinung eher für das DOC spreche, sagt Oberpichler. So ließen auch kritische Fragen und Anmerkungen des Moderators nicht lange auf sich warten.

Die Meinungen im Publikum waren geteilt. Das ergab eine kurze Umfrage des Moderators zu Beginn der Veranstaltung. Unter den ca. 160 Personen im Publikum gab es Zuschauer, die noch unentschlossen waren aber auch solche, die das DOC begrüßen würden. Etwas mehr als die Hälfte aller Zuschauer sprach sich allerdings gegen das DOC aus.

Einleitendes Impulsreferat: „Grundstück ist wie Messerspitze“

Der komplette Vortrag wird in Kürze auf unserer Homepage verfügbar sein.

Zu Beginn sprach Moderator Mario Mais über die Hintergründe und die Geschichte des Grundstücks des Alten Güterbahnhofs. Impulsgeber und spezifische Details zu Gelände, Kaufkraftkennzahlen etc. gab es in einem kurzen Vortrag von Dipl.-Ing. Rolf Junker von Junker + Kruse. Junker und Kruse berät Kommunen, Länder, Bund und Institutionen bei der Konzeption einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung. Seit 30 Jahren betreibt er Stadtentwicklung mit dem Schwerpunkt Handel. Er betonte, dass er die Duisburger Innenstadt sehr gut kenne und dass das DOC auf dem Alten Güterbahnhof ein sehr spezielles Vorhaben sei.

Das Grundstück, so Junker, sei südlich der Innenstadt „wie eine Messerspitze“ gelegen, lediglich mit einem sogenannten Ein-Punkt-Kontakt an der nördlichen Seite zur Stadtmitte hin angrenzend.

Junker: „Brauch ich ein Dorf in der Stadt?“

Seit drei bis vier Jahren gebe es eine Verkaufsflächensättigung, was zur Folge habe, dass durch jede neue Fläche alte Verkaufsflächen in die Knie gezwungen werden. Auch der Internethandel fresse Fläche. Aufmerksam machte Junker in seinem Vortrag nochmals auf die Begrifflichkeit „Villagestil“ („Village“ engl. für „Dorf“): „Brauch ich ein Dorf in der Stadt?“

Junker: „Design-Outlet-Center kein feststehender Begriff“

In seinem Vortrag wies er darauf hin, dass in einem Outlet durchschnittlich nur 15 Prozent hochwertige Marken angeboten werden, der Rest beliefe sich auf hochwertigen Standard. Was letztlich in ein Outletcenter hineinkäme, sei komplett offen, da Design-Outlet-Center kein feststehender Handelsbegriff sei. Referent Prof. Dr. Hans Heinrich Blotevogel ergänzte zu einem späteren Zeitpunkt der Diskussion, dass erst jüngst in einem österreichischen DOC ein H&M eingezogen sei. Aus dem Antrag, der der Beschlussvorlage vom 1.2.2017 vorliegt sei nur die Rede von „Markenware“, nicht von „hochwertiger Designermode“, sagte eine Besucherin. Besonders beunruhige, so eine andere Wortmeldung, dass die Beschreibung der angebotenen Waren im Beschluss auch „sonstige Sortimente“ umfasse. Dies könne alles sein.

Junker: „Entfernung zwischen DOC und Innenstadt zu groß“

Kritisch sieht Junker, dass durch die Schaffung 3.000 kostenloser Stellplätze ein neuer Anfahrtspunkt Duisburgs geschaffen werde. Dies verlagere den Eingang der Stadt hin zum Outletcenter. Zudem müsse für das DOC eine Ausweitung der zentralen Versorgungsbereiche umgesetzt werden, dies sei planungsrechtliche Voraussetzung.

Mit dem Bau eines DOC käme es zu einem 30 prozentigen Flächenzuwachs der Innenstadt. Durch die Autarkie eines solchen Großprojekts verselbstständige sich das Center in der solitären Standortrandlage. Erfahrungsgemäß, so Junker, sei der Einkäufer „distanzempfindlich“ und würde nach 1.200 m bereits „schlapp machen“. Die Entfernung zwischen DOC und Innenstadt sei demnach zu groß.

In der Diskussion um eine mögliche Anbindung hieß es, dass es kein Vorbild in anderen Städten gebe, in denen das funktioniert. Am Beispiel des Centros wurde deutlich gemacht, dass eine Bus- und Bahnlinie vom Center zur Innenstadt eher für den Transport zum Centro genutzt werde als andersherum. Der Zweck des Baus war ebenfalls eine Anbindung an die Innenstadt zu schaffen. Was aus der Oberhausener Innenstadt geworden ist, drohe auch Duisburg im Falle des DOC-Baus. Eine Verschiebung der Besucherströme in ein solches Center, die Frequenzreduzierung in der Innenstadt sowie eine Reduzierung der Lokalmieten und somit eine Abwertung der Immobilien gingen als Ergebnisse verschiedener Forschungsinstitute bei ähnlichen Projekten hervor, so Junker.

Im Anschluss an den Impulsvortrag gab jeder Referent ein kurzes Statement auf die Frage des Moderators, ob Duisburg ein DOC benötige oder nicht:

Axel Quester ist Experte für Vermarktungsbetreuung von Neubauvorhaben, Vermittlung von Einzelhandelsflächen und Grundstücken sowie Bewertung, Standortanalyse und Marktkonzepte für Gewerbe- und Anlagenimmobilien. Er sagt deutlich: „Duisburg braucht weder ein DOC noch ein Möbelhaus.“

Dr. Hanna Hinrichs, Projektmanagerin von StadtBauKultur NRW wollte eher einen neutralen Beitrag zur Diskussion leisten. StadtBauKultur NRW setzt sich für eine lebenswerte, nachhaltige und qualitätvoll gestaltete bauliche Umwelt in Nordrhein-Westfalen ein. Ihre Aufgabe besteht darin, bei Bürgern und Bürgerinnen, Bauherren, Fachleuten und Kommunen das Bewusstsein und das Engagement für Baukultur zu stärken sowie die Qualität und Innovation in der baukulturellen Praxis zu fördern. Hinrichs betonte: „Man muss sich in erster Linie um die Innenstadt kümmern. Was für eine Vorstellung haben wir von der Innenstadt? Wie wollen wir leben?“

Boris Roskothen, Einzelhändler und Vertreter der Wirtschaft, antwortete: „Wir brauchen keinen neuen großflächigen Einzelhandel. Wir müssen mit Herrn Krieger eine neue Lösung finden. Das DOC auf der Fläche wäre ein Dolchstoß für die Innenstadt.“

Prof. Dr. Hans Heinrich Blotevogel lehrte u.a. an der Universität Duisburg-Essen Wirtschafts- und Sozialgeographie sowie Raumordnung und Landesplanung an der TU Dortmund. Er sagte: „Ich bin entsetzt, mit welcher Leichtfertigkeit die Großkoalition auf dieses Trojanische Pferd setzt. Stadtplanung ist Gesellschaftspolitik. Es muss in der Stadtentwicklung eine Nutzungsmischung geben. Ein monofunktionales Projekt wie das DOC ist Stadtplanung von vorgestern.“

Thomas Keuer, Bezirksgeschäftsführer Verdi Duisburg-Niederrhein sagte: „Durch das DOC entstehen größtenteils Billigarbeitsplätze, Betriebe in der Innenstadt müssen wahrscheinlich sogar schließen, dadurch gehen insbesondere festbezahlte Kräfte in der Innenstadt verloren.“

Diskussion mit Publikum

Befürworter im Publikum gab es auch. So argumentierte ein Duisburger, er könne keinen hochwertigen Anzug in Duisburg kaufen. Gegenfragen kamen direkt: Man solle überlegen, warum der hochwertige Armani-Anzug in Duisburg nicht gut gelaufen sei. Müsse man überhaupt in jeder Stadt alles bekommen?

Hanna Hinrichs fügte hinzu, dass man die Stadt Duisburg nicht als einzelne Stadt beurteilen sollte. Duisburg sei ein Teil vom Ruhrgebiet. Nicht jede Stadt müsse alles aufzuweisen haben in diesem engen Geflecht. Es ginge darum, wie man sich gegenseitig unterstützen und ergänzen könne. Der Rückbau von Einzelhandelsflächen müsse gestärkt und in eine andere Nutzung überführt werden.

Entgegen aller Kritik, die Investitionsbereitschaft in Duisburg sei gering, sagte Axel Quester: „Die Investitionsbereitschaft in Duisburg ist derzeit hoch“. Dies sei aber bezogen auf den Bereich Büros und Wohnen, weniger auf den Handel. Er selbst betreut derzeit einen Investor für das ehemalige C&A-Gebäude in der Duisburger Altstadt.

Was schenkt Herr Krieger uns?

Nach einer regen Diskussion wies Frank Oberpichler, der Sprecher der Initiative, auf die anscheinend gängige Praxis von Investoren hin, sogenannte „Baugeschenke“ zu machen. Dies sehe man insbesondere am Beispiel des geplanten Möbelhauses in Berlin-Pankow, wo als „Baugeschenk“ und zur Wohlstimmung der Bürger eine Grundschule durch den Möbelhausbetreiber gebaut werden soll.

Abschließend stellte Oberpichler noch eine provokante Frage:

„Wie lässt sich Duisburg kaufen? Mit einer Turnhalle?“

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Was der Bürger nicht weiß,… http://www.jazuduisburg.de/2017/07/06/was-der-buerger-nicht-weiss/ http://www.jazuduisburg.de/2017/07/06/was-der-buerger-nicht-weiss/#respond Thu, 06 Jul 2017 07:37:04 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=836 Wenn Tatsachen und Hintergründe von einer Stadtverwaltung nicht klar kommuniziert werden und dem Bürger somit die Grundlage genommen wird, eine eigene Beurteilung gemäß der Faktenlage vorzunehmen, spricht das nicht für eine transparente Kommunikation. Deutlich wird das in Duisburg daran, dass Vertreter von SPD und CDU der Öffentlichkeit bekunden, es werde lediglich geprüft, ob ein Outletcenter auf dem Gelände des Alten Güterbahnhofs überhaupt möglich sei, obwohl mit dem Grundsatzbeschluss bereits die Realisierung festgelegt wurde. Das ist irreführend. Zu sagen, die Stadt sei kein Eigentümer des Grundstücks und hätte keine Möglichkeit, Einfluss auf die Bebauung des Grundstücks zu nehmen, ist es ebenfalls. Bei der vergangenen Ratssitzung am 3. Juli hat die grüne Ratsherrin Claudia Leiße die Sachlage und die intransparente Kommunikation der Stadtverwaltung noch einmal auf den Punkt gebracht. Hier wird die Problematik der fehlenden Transparenz seitens der Stadtspitze deutlich.   Redebeitrag zur DS 17-0679 – Bürgerbegehren „Werte Kollegen und Kolleginnen,  zunächst eine Anmerkung zum Verfahren: Herr Enzweiler, Sie sind doch Jurist. Sie müssten doch wissen, dass nach Einleitung des Bauleitplanverfahrens ein Bürgerbegehren gar nicht mehr möglich gewesen wäre. So ist das in NRW. Nun zum eigentlichen Thema. Der Rat der Stadt wird heute einer erneuten Gewissensentscheidung unterworfen: Folgen wir dem Ansinnen [...]

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Wenn Tatsachen und Hintergründe von einer Stadtverwaltung nicht klar kommuniziert werden und dem Bürger somit die Grundlage genommen wird, eine eigene Beurteilung gemäß der Faktenlage vorzunehmen, spricht das nicht für eine transparente Kommunikation.

Deutlich wird das in Duisburg daran, dass Vertreter von SPD und CDU der Öffentlichkeit bekunden, es werde lediglich geprüft, ob ein Outletcenter auf dem Gelände des Alten Güterbahnhofs überhaupt möglich sei, obwohl mit dem Grundsatzbeschluss bereits die Realisierung festgelegt wurde. Das ist irreführend.

Zu sagen, die Stadt sei kein Eigentümer des Grundstücks und hätte keine Möglichkeit, Einfluss auf die Bebauung des Grundstücks zu nehmen, ist es ebenfalls.

Bei der vergangenen Ratssitzung am 3. Juli hat die grüne Ratsherrin Claudia Leiße die Sachlage und die intransparente Kommunikation der Stadtverwaltung noch einmal auf den Punkt gebracht. Hier wird die Problematik der fehlenden Transparenz seitens der Stadtspitze deutlich.


 

Redebeitrag zur DS 17-0679 – Bürgerbegehren

„Werte Kollegen und Kolleginnen,

 zunächst eine Anmerkung zum Verfahren:
Herr Enzweiler, Sie sind doch Jurist. Sie müssten doch wissen, dass nach Einleitung des Bauleitplanverfahrens ein Bürgerbegehren gar nicht mehr möglich gewesen wäre. So ist das in NRW.

Nun zum eigentlichen Thema.
Der Rat der Stadt wird heute einer erneuten Gewissensentscheidung unterworfen:

Folgen wir dem Ansinnen eines Grundstückeigentümers oder schaffen wir Planungssicherheit für unsere Stadt?

Lassen wir uns erneut erpressen, um dem Genossen Krieger die Geldhäufchen im Keller größer zu machen oder folgen wir den Vorstellungen des Masterplans von Lord Foster bei der Aufstellung unseres Flächennutzungsplans DU.2027? Stellen wir das Interesse eines einzelnen Nicht-Duisburgers über das unserer Stadt und unserer Bürger*innen?

Es geht heute um den im Februar gefassten Grundsatzbeschluss zur Realisierung des Outlet Centers. Und nicht wie Sie, Herr Mettler sagten, um eine Planungsprüfung. Es geht um die Realisierung, nicht die Prüfung von Alternativen zur Entwicklung der Fläche. Solche Grundsatzbeschlüsse haben wir nämlich schon zweimal gefasst und immer mit nur einem Ziel. 

Wir sind an dem Punkt, an dem wir vor fast genau 10 Jahren waren, als wir den Grundsatzbeschluss zur Realisierung des FOC in Hamborn gefasst hatten.
Ergebnis: Nix, nothing, niente. Niederlage insbesondere für den Fraktionsvorsitzenden der CDU.

 Und weiter zurück in der Vergangenheit fasste der Rat der Stadt ebenfalls einen Grundsatzbeschluss nämlich den zur Realisierung von Multi Casa. Dieser wurde allerdings einige Jahre später zurückgenommen, unter schwarz-grün.

Ergebnis: Wir haben ein lebendiges Forum, eine aktive Innenstadt mit vielen Festen und anderen Aktivitäten, die nach Plänen von Lord Foster gerade aufgehübscht wird. Damals hat die SPD die Niederlage einstecken müssen und es nagt wohl immer noch.

Wie kommt nun die Einigkeit der Gescheiterten zustande? Ist die Grundlage dafür das Prinzip der „drei Affen“? Argumente will man weder sehen, noch hören, noch aussprechen?

Die einzige Begründung – wir haben sie auch eben schon wieder gehört – „das Grundstück gehört uns nicht“, werden wir heute in der Ratssitzung mehrfach aushebeln, wenn es um die Änderung von Flächennutzungsplänen oder die Aufstellung von Bebauungsplänen geht. Diese Grundstücke gehören uns auch nicht!

Wir dürfen es trotzdem, und tun es auch, weil wir die Planungshoheit haben. Weil wir das Wohl der Stadt im Auge haben und sie nachhaltig entwickeln wollen.

Ist ein Outlet Center eine nachhaltige Entwicklung? Ist es nicht eine Entwicklung, die nach spätestens 15 Jahren abgeschrieben ist? Warum werden sonst solche Objekte von den Eigentümern spätestens nach 5 Jahren veräußert? Erwarten Sie von Genossen Krieger etwas Anderes? Der Mann ist Kaufmann, kein Erlöser!

Und er ist nicht zuverlässig, wie er mit der Abkehr von seiner Planung zur Errichtung der Möbelhäuser bewiesen hat.

Wenn Sie, Kollegen und Kolleginnen der CDU heute bei Ihrer Entscheidung „pro Krieger“ bleiben, übergeben Sie die Entscheidung in die Hände der Duisburger*innen. Damit erkennen Sie basisdemokratische Instrumente an. Das ist gut so!

Und wir Grüne sind uns sicher, unsere Bürger*innen werden weise entscheiden, im Sinne unserer Stadt, für eine starke Innenstadt!“


 

Wir bieten den Duisburgern und Duisburgerinnen Transparenz.

Am 11. Juli 2017 werden bei der Podiumsdiskussion „Starke Stadt durch starke Innenstadt“ auf sachlicher Ebene Informationen und Hintergründe geliefert sowie Raum zur Diskussion mit Experten geboten. Beginn ist um 19 Uhr in der Liebfrauenkirche gegenüber dem Stadttheater.

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http://www.jazuduisburg.de/2017/07/06/was-der-buerger-nicht-weiss/feed/ 0 836
Experten sind sich sicher: „NRW verträgt kein weiteres Center“ http://www.jazuduisburg.de/2017/07/05/experten-sind-sich-sicher-nrw-vertraegt-kein-weiteres-center/ http://www.jazuduisburg.de/2017/07/05/experten-sind-sich-sicher-nrw-vertraegt-kein-weiteres-center/#respond Wed, 05 Jul 2017 08:42:09 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=829 Derzeit gibt es in NRW einen regelrechten Wettlauf der Kommunen, wenn es um den Bau von Outletcentern geht. Das beobachtet auch Marco Atzberger, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI, schreibt die RP Online am 4. Juli in ihrem Artikel „Der riskante Wettlauf um die Outlet Center“. In ihrem Artikel fragt die RP Handelsprofessor Dr. Gerrit Heinemann: Hält die Region so viel aus? Heinemanns Antwort ist eindeutig: „Nein, NRW verträgt kein einziges weiteres mehr.“ Im Artikel wird die Problematik auf den Punkt gebracht. Dort heißt es, dass der Umsatzkuchen im deutschen Einzelhandel sich nicht mehr vergrößere. Binnen zehn Jahren, so lauteten die Prognosen, könnte sich der Online-Umsatz außerhalb des Lebensmittel-Geschäfts verdoppelt haben. Außerdem gelte der Markt unter Fachleuten als überfrachtet, erst recht in der Bergischen Region, so die RP. Professor Heinemann lehrt BWL, Managementlehre und Handel an der Hochschule Niederrhein. Er ist zudem Fachbuch-Autor zu den Themen Digitalisierung, E-Commerce, Online- und Multi-Channel-Handel. Der RP sagt er: „Die Innenstädte erodieren ohnehin dadurch, dass im Non-Food-Bereich immer mehr Umsatz ins Internet abwandert. Da ist so ein Outlet Center wie in Duisburg am Rande der Stadt wie ein Sargnagel“. Hier können Sie den Artikel der RP Online lesen. Quelle: Vgl. RP Online, 4. Juli 2017 (http://www.rp-online.de/nrw/panorama/foc-in-duisburg-der-riskante-wettlauf-um-die-outlet-center-aid-1.6924875) [...]

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Derzeit gibt es in NRW einen regelrechten Wettlauf der Kommunen, wenn es um den Bau von Outletcentern geht. Das beobachtet auch Marco Atzberger, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI, schreibt die RP Online am 4. Juli in ihrem Artikel „Der riskante Wettlauf um die Outlet Center“. In ihrem Artikel fragt die RP Handelsprofessor Dr. Gerrit Heinemann: Hält die Region so viel aus?

Heinemanns Antwort ist eindeutig: „Nein, NRW verträgt kein einziges weiteres mehr.“ Im Artikel wird die Problematik auf den Punkt gebracht. Dort heißt es, dass der Umsatzkuchen im deutschen Einzelhandel sich nicht mehr vergrößere. Binnen zehn Jahren, so lauteten die Prognosen, könnte sich der Online-Umsatz außerhalb des Lebensmittel-Geschäfts verdoppelt haben. Außerdem gelte der Markt unter Fachleuten als überfrachtet, erst recht in der Bergischen Region, so die RP.

Professor Heinemann lehrt BWL, Managementlehre und Handel an der Hochschule Niederrhein. Er ist zudem Fachbuch-Autor zu den Themen Digitalisierung, E-Commerce, Online- und Multi-Channel-Handel. Der RP sagt er: „Die Innenstädte erodieren ohnehin dadurch, dass im Non-Food-Bereich immer mehr Umsatz ins Internet abwandert. Da ist so ein Outlet Center wie in Duisburg am Rande der Stadt wie ein Sargnagel“.

Hier können Sie den Artikel der RP Online lesen.

Quelle: Vgl. RP Online, 4. Juli 2017 (http://www.rp-online.de/nrw/panorama/foc-in-duisburg-der-riskante-wettlauf-um-die-outlet-center-aid-1.6924875)

Mehr dazu…

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http://www.jazuduisburg.de/2017/07/05/experten-sind-sich-sicher-nrw-vertraegt-kein-weiteres-center/feed/ 0 829
Podiumsdiskussion „Starke Stadt durch starke Innenstadt! Braucht Duisburg ein DOC?“ http://www.jazuduisburg.de/2017/06/30/podiumsdiskussion-starke-stadt-durch-starke-innenstadt-braucht-duisburg-ein-doc/ http://www.jazuduisburg.de/2017/06/30/podiumsdiskussion-starke-stadt-durch-starke-innenstadt-braucht-duisburg-ein-doc/#respond Fri, 30 Jun 2017 13:13:39 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=805 Am 11. Juli 2017 findet von 19.00 – 21.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zur Outlet-Thematik in der Liebfrauenkirche am König-Heinrich-Platz statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen. In der Gesprächsrunde referieren Experten aus Stadtentwicklung, Architektur, Immobilienwirtschaft, Handel sowie Gewerkschaft und diskutieren darüber, ob das geplante DOC in Duisburg für eine positive Stadtentwicklung sorgen wird oder nicht. Die Diskussion findet fernab vom OB-Wahlkampf statt und beleuchtet wirtschaftliche, städtebauliche, arbeitsrechtliche und soziale Aspekte. Die Diskussion findet fernab vom OB-Wahlkampf statt und beleuchtet wirtschaftliche, städtebauliche, arbeitsrechtliche und soziale Aspekte. Teilnehmer: Dipl.-Ing. Rolf Junker von Junker + Kruse, Stadtforschung und Planung Junker und Kruse berät Kommunen, Länder, Bund und Institutionen bei der Konzeption einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung. Axel Quester, Geschäftsführender Gesellschafter bei Armin Quester Immobilien GmbH Experte für Vermarktungsbetreuung von Neubauvorhaben, Vermittlung von Einzelhandelsflächen und Grundstücken sowie Bewertung, Standortanalyse und Marktkonzepte für Gewerbe- und Anlagenimmobilien. Dr. Hanna Hinrichs, StadtBauKultur NRW StadtBauKultur NRW setzt sich für eine lebenswerte, nachhaltige und qualitätvoll gestaltete bauliche Umwelt in Nordrhein-Westfalen ein. Ihre Aufgabe besteht darin, bei Bürgern und Bürgerinnen, Bauherren, Fachleuten und Kommunen das Bewusstsein und das Engagement für Baukultur zu stärken sowie die Qualität und Innovation in der baukulturellen Praxis zu fördern. Boris Roskothen, Einzelhändler und Vertreter [...]

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Am 11. Juli 2017 findet von 19.00 – 21.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zur Outlet-Thematik in der Liebfrauenkirche am König-Heinrich-Platz statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen.

In der Gesprächsrunde referieren Experten aus Stadtentwicklung, Architektur, Immobilienwirtschaft, Handel sowie Gewerkschaft und diskutieren darüber, ob das geplante DOC in Duisburg für eine positive Stadtentwicklung sorgen wird oder nicht. Die Diskussion findet fernab vom OB-Wahlkampf statt und beleuchtet wirtschaftliche, städtebauliche, arbeitsrechtliche und soziale Aspekte. Die Diskussion findet fernab vom OB-Wahlkampf statt und beleuchtet wirtschaftliche, städtebauliche, arbeitsrechtliche und soziale Aspekte.

Teilnehmer:

  • Dipl.-Ing. Rolf Junker von Junker + Kruse, Stadtforschung und Planung

Junker und Kruse berät Kommunen, Länder, Bund und Institutionen bei der Konzeption einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung.

  • Axel Quester, Geschäftsführender Gesellschafter bei Armin Quester Immobilien GmbH

Experte für Vermarktungsbetreuung von Neubauvorhaben, Vermittlung von Einzelhandelsflächen und Grundstücken sowie Bewertung, Standortanalyse und Marktkonzepte für Gewerbe- und Anlagenimmobilien.

  • Dr. Hanna Hinrichs, StadtBauKultur NRW

StadtBauKultur NRW setzt sich für eine lebenswerte, nachhaltige und qualitätvoll gestaltete bauliche Umwelt in Nordrhein-Westfalen ein. Ihre Aufgabe besteht darin, bei Bürgern und Bürgerinnen, Bauherren, Fachleuten und Kommunen das Bewusstsein und das Engagement für Baukultur zu stärken sowie die Qualität und Innovation in der baukulturellen Praxis zu fördern.

  • Boris Roskothen, Einzelhändler und Vertreter der Wirtschaft

Roskothen ist Geschäftsführer des ältesten Einzelhandelsgeschäftes in Duisburg. Darüber hinaus ist er im Handelsausschuss der IHK aktiv.

  • Dr. Hans Heinrich Blotevogel, Professor für Angewandte Geographie Universität Wien

Blotevogel lehrte u.a. an der Universität Duisburg-Essen Wirtschafts- und Sozialgeographie sowie Raumordnung und Landesplanung an der TU Dortmund, er war geschäftsführender Direktor des Dortmunder Instituts für Raumplanung, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geographie und der Akademie für Raumforschung und Landesplanung.

  • Thomas Keuer, Bezirksgeschäftsführer Verdi Duisburg-Niederrhein

Seit 36 Jahren ist Keuer für Verdi tätig, seit 26 Jahren leitet er als Geschäftsführer den Bezirk Duisburg-Niederrhein der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft. Seine Schwerpunkte sind die gewerkschaftlichen Themen Arbeit und Soziales.

Moderation:

  • Mario Mais, Studio 47

Eingeladen wurden unter anderem:

  • Ralf Meurer, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (abgesagt!)
  • Baudezernent Carsten Tum (abgesagt!)
  • weitere Vertreter der Stadtverwaltung (abgesagt!)

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Deutscher Städtetag und Handelsverband beziehen Position: Zukunft der Innenstädte sichern http://www.jazuduisburg.de/2017/06/24/deutscher-staedtetag-und-handelsverband-beziehen-position-zukunft-der-innenstaedte-sichern/ http://www.jazuduisburg.de/2017/06/24/deutscher-staedtetag-und-handelsverband-beziehen-position-zukunft-der-innenstaedte-sichern/#respond Sat, 24 Jun 2017 06:12:49 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=776 „Der Deutsche Städtetag ist der kommunale Spitzenverband der kreisfreien und der meisten kreisangehörigen Städte in Deutschland. In ihm haben sich rund 3.400 Städte und Gemeinden mit fast 52 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen“, so steht es auf der Homepage des Deutschen Städtetages (DST) beschrieben. Ein zentrales Ziel ist es, dass Städte handlungsfähig bleiben müssen, denn sie erbringen einen Großteil der öffentlichen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger. Der DST hat unter anderem eine beratende Funktion für seine Mitgliedsstädte und informiert sie über alle kommunal bedeutsamen Vorgänge und Entwicklungen. Duisburg ist mit tausenden weiteren Städten Mitglied in diesem Spitzenverband. In einem gemeinsamen Positionspapier vom 19. Juni 2017 setzen sich der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Deutsche Städtetag für einen zukunftsfähigen Einzelhandel in lebendigen Innenstädten ein – durch eine engere Zusammenarbeit von Stadt, Handel und Immobilieneigentümern. „Lebendige Städte verbinden Einkaufen, Wohnen, Arbeiten und Kultur und ermöglichen Kommunikation und Begegnung. Die Innenstädte können trotz stark wachsendem Online-Handel attraktiv bleiben, wenn Online- und Offline-Handel klug kombiniert und dafür neue Geschäftsmodelle entwickelt werden“, so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy. Es gelte, eine gute Versorgung der Bevölkerung zu sichern, die soziale Vielfalt der Städte zu erhalten, Leerstände zu vermeiden und Einzelhandelskonzepte weiterzuentwickeln. Die Städte setzen sich [...]

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„Der Deutsche Städtetag ist der kommunale Spitzenverband der kreisfreien und der meisten kreisangehörigen Städte in Deutschland. In ihm haben sich rund 3.400 Städte und Gemeinden mit fast 52 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen“, so steht es auf der Homepage des Deutschen Städtetages (DST) beschrieben. Ein zentrales Ziel ist es, dass Städte handlungsfähig bleiben müssen, denn sie erbringen einen Großteil der öffentlichen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger. Der DST hat unter anderem eine beratende Funktion für seine Mitgliedsstädte und informiert sie über alle kommunal bedeutsamen Vorgänge und Entwicklungen. Duisburg ist mit tausenden weiteren Städten Mitglied in diesem Spitzenverband.

In einem gemeinsamen Positionspapier vom 19. Juni 2017 setzen sich der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Deutsche Städtetag für einen zukunftsfähigen Einzelhandel in lebendigen Innenstädten ein – durch eine engere Zusammenarbeit von Stadt, Handel und Immobilieneigentümern. „Lebendige Städte verbinden Einkaufen, Wohnen, Arbeiten und Kultur und ermöglichen Kommunikation und Begegnung. Die Innenstädte können trotz stark wachsendem Online-Handel attraktiv bleiben, wenn Online- und Offline-Handel klug kombiniert und dafür neue Geschäftsmodelle entwickelt werden“, so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy.

Es gelte, eine gute Versorgung der Bevölkerung zu sichern, die soziale Vielfalt der Städte zu erhalten, Leerstände zu vermeiden und Einzelhandelskonzepte weiterzuentwickeln. Die Städte setzen sich deshalb gemeinsam mit dem HDE für eine Verantwortungsgemeinschaft von Stadt, Handel sowie Eigentümern ein und unterstützen Händlerinitiativen.

„Ohne Einzelhandel gibt es keine attraktive Innenstadt. Damit die Händler in Zeiten des wachsenden Online-Handels erfolgreich weiter arbeiten können, muss aber die Infrastruktur stimmen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

20 Jahre alte Kritik des Deutschen Städtetags zu FOC aktueller denn je

In einem Beschluss des Hauptausschusses des DST hieß es bereits vor Jahren zur Outletthematik, dass FOC zu Lasten des innerstädtischen Einzelhandels und der Innenstädte als Einkaufs-, Kultur- und Erlebnismittelpunkte gingen.

Die Ansiedlung von FOC werde zu einer weiteren Gefährdung der Innenstädte und Stadtteilzentren/Nahversorgungszentren führen, heißt es im Beschluss. Die bereits durch Filialbetriebe, Ketten- und Billigläden etc. eingebüßte Vielfalt, Attraktivität und Erlebnisvielfalt werde, so der Hauptausschuss des DST, noch weiter sinken.

Da sich in den vergangenen 20 Jahren das Konzept des Outletcenters kaum weiterentwickelt hat, ist der Beschluss aktueller denn je. Was auch in Duisburg auffällt: Aktuelle Maßnahmen zur Attraktivierung der Innenstadt/Altstadt werden mit dem Projekt DOC torpediert.

Im Beschluss des DST-Hauptausschusses wurde dies am Vorgehen der Städte, die ein Outlet befürworten, kritisiert: „Die betätigten erheblichen finanziellen Anstrengungen von Bund, Ländern und Gemeinden würden durch die Ansiedlung eines FOC konterkariert. Denn die Innenstädte und Stadtteilzentren haben, was Attraktivität, Urbanität und Wohnwert anlangt, durch Erneuerungsmaßnahmen vielfach einen Standard erreicht, der zu einer weitreichenden Identifikation der Einwohner mit ihrer Innenstadt geführt hat.“

Der DST weist auch auf die Problematik der Negativfolgen eines Outlets hinsichtlich der Größe des Einzugsgebietes hin: „FOC haben aufgrund ihres innenstadtrelevanten Sortiments und ihres großen Einzugsbereiches negative Auswirkungen auf den bestehenden Einzelhandel.“ Besonders betroffen sei weitgehend der mittelständisch geprägte Facheinzelhandel in den Klein- und Mittelstädten, der wegen seiner hohen Standortkosten mit der Preisgestaltung von FOC-Großprojekten kaum konkurrieren könne.

In bestimmten Bereichen (insbesondere Textil/Bekleidung) werde nach Expertenmeinung mit Umsatzeinbußen bis zu 25% in einem Einzugsbereich von 20 bis 30 Autominuten gerechnet, was zwangsläufig zu vielen Geschäftsschließungen führen müsse.

FOC bedrohten fast ausschließlich die typischen City-Vertriebsformen. Jedes FOC werde wegen seines Verdrängungspotentials automatisch zu einem Problemfall für die Stadtentwicklung, so der Ausschuss.

Auch auf Erweiterungen anderer Handelsflächen nimmt der DST in seinem Beschluss Bezug: „Jede Einzelhandelsfläche, die gegenwärtig in Deutschland den Bestand erweitert, löst auf mittlere Sicht einen Kannibalisierungseffekt aus. Der Markt für Einzelhandelsgüter wächst schon seit 6 Jahren praktisch nicht mehr. Wer sich heute neu am Markt etabliert, kann nicht zusätzliche Kaufkraft aufsaugen, er muss die vorhandene einem anderen wegnehmen.“

Ganz drastisch heißt es in dem Beschluss: „Mit der Ansiedlung eines FOC blutet der ortsansässige Handel aus, die Folgen für den innerstädtischen Handel sind katastrophal. Die Folge ist zunächst das Wegbrechen der FOC-Sortimente in den Städten, es kommt zu Leerständen trotz sinkender Mieten. Die Innenstädte werden immer unattraktiver, das „trading down“ ist nicht mehr zu stoppen.“

Es bleibt fraglich, warum immer mehr Städte auf den Zug aufsteigen, trotz bekannter Problematiken. Wollen wir ein Sterben unserer Innenstadt in Kauf nehmen? Die Stadtspitze scheint dies wissentlich zu tun und das DOC dennoch weiterhin als Chance verkaufen zu wollen, sollten sie bei ihrem Beschluss für die Realisierung des Outlets bleiben.

Quelle: Beschluss des Hauptausschusses des Deutschen Städtetags (DST) zum Thema „FOC“ 6:11:1997

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Quorum erreicht – OB spricht in Talkrunde http://www.jazuduisburg.de/2017/06/22/quorum-erreicht-ob-spricht-in-talkrunde/ http://www.jazuduisburg.de/2017/06/22/quorum-erreicht-ob-spricht-in-talkrunde/#comments Thu, 22 Jun 2017 13:04:29 +0000 http://www.jazuduisburg.de/?p=779 An der Realität vorbei – ein Statement Gestern Abend, am 21. Juni 2017, verkündete OB Sören Link, dass das Quorum von mindestens 10.879 Bürgerinnen und Bürgern vom Bürgerentscheid gegen das DOC erreicht wurde. Man muss sogar sagen, dass die benötigte Anzahl der gültigen Unterschriften deutlich übertroffen wurde. Das Rechtsamt hörte nach der 12.000 gültigen Stimme auf zu zählen. Zu dem Zeitpunkt waren etwa 13.300 Unterschrift überprüft worden. Dies entspricht einer Fehlerquote von rund 11 Prozent. Hochgerechnet auf die abgegebene Anzahl von rund 22.500 entspricht dies einer Anzahl von über 20.000 gültigen Unterschriften. Am 23. Mai hatte die Initiative „Ja zu Duisburg“ rund 22.500 Unterschriften im Rechtsamt der Stadt abgegeben. Am Mittag des 21. Juli 2017 ließ man vom Rechtsamt bekannt geben, dass diesem eine Informationssperre zur Zulässigkeit des Bürgerbegehren vom OB höchstpersönlich auferlegt wurde. In einem Statement, das später unter anderem auf seiner Facebookseite zu lesen war, sagt Link: „Das Bürgerbegehren gegen das Designer-Outlet-Center (DOC) in Duisburg hat die benötigte Anzahl an Unterschriften erreicht. Jetzt hat der Rat der Stadt Duisburg am 3.7 darüber zu entscheiden, ob er diesem Begehren folgt, oder ob die Bürger im Rahmen eines Bürgerentscheids darüber abstimmen sollen. Geschieht letzteres, planen wir den Bürgerentscheid am 24. [...]

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An der Realität vorbei – ein Statement

Gestern Abend, am 21. Juni 2017, verkündete OB Sören Link, dass das Quorum von mindestens 10.879 Bürgerinnen und Bürgern vom Bürgerentscheid gegen das DOC erreicht wurde. Man muss sogar sagen, dass die benötigte Anzahl der gültigen Unterschriften deutlich übertroffen wurde. Das Rechtsamt hörte nach der 12.000 gültigen Stimme auf zu zählen. Zu dem Zeitpunkt waren etwa 13.300 Unterschrift überprüft worden. Dies entspricht einer Fehlerquote von rund 11 Prozent. Hochgerechnet auf die abgegebene Anzahl von rund 22.500 entspricht dies einer Anzahl von über 20.000 gültigen Unterschriften.

Am 23. Mai hatte die Initiative „Ja zu Duisburg“ rund 22.500 Unterschriften im Rechtsamt der Stadt abgegeben. Am Mittag des 21. Juli 2017 ließ man vom Rechtsamt bekannt geben, dass diesem eine Informationssperre zur Zulässigkeit des Bürgerbegehren vom OB höchstpersönlich auferlegt wurde. In einem Statement, das später unter anderem auf seiner Facebookseite zu lesen war, sagt Link:

„Das Bürgerbegehren gegen das Designer-Outlet-Center (DOC) in Duisburg hat die benötigte Anzahl an Unterschriften erreicht. Jetzt hat der Rat der Stadt Duisburg am 3.7 darüber zu entscheiden, ob er diesem Begehren folgt, oder ob die Bürger im Rahmen eines Bürgerentscheids darüber abstimmen sollen. Geschieht letzteres, planen wir den Bürgerentscheid am 24. September durchzuführen, gemeinsam mit der Bundestagswahl und der Wahl des Oberbürgermeisters.

Bei aller Emotionalität, die den Prozess begleitet – und die ich sehr gut nachvollziehen kann – ist es mir wichtig, nochmals zu betonen, dass unsere Einflussmöglichkeiten begrenzt sind. Das Grundstück gehört nicht der Stadt Duisburg und der manchmal erweckte Anschein, dass es für das Gelände eine Vielzahl alternativer Nutzungsmöglichkeiten gibt, entspricht – leider – nicht den Tatsachen. Ich finde nach wie vor, dass das Projekt eine Chance für unsere Stadt ist und deshalb weiter geprüft werden sollte.

Ich bin allerdings auch der Meinung, dass eine Entscheidung von dieser Tragweite durch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger legitimiert sein sollte. Der Bürgerentscheid würde uns Klarheit darüber verschaffen, welchen Weg wir in Duisburg gehen wollen und sollen. Sie können sich darauf verlassen, dass wir weiterhin alle nun folgenden Schritte transparent darstellen werden.“

Quelle des Statements: www.facebook.com/LinkfuerDuisburg

Uns ist es wichtig zu betonen, dass die Einflussmöglichkeiten der Stadt größer sind, als Herr Link sie darstellt. Dass die Stadt kein Eigentümer ist, ist kein Argument. Die Stadt war es, die das Vorhaben erst auf den Weg gebracht hat. Eine Nutzung, die bisher auf dem Gelände möglich ist: Herr Krieger hat die Erlaubnis ein Möbelhaus auf das Gelände zu bauen. Im Mai 2010 wurden in einem Bauleitplanverfahren sowohl Büroflächen sowie ein Möbelhaus festgesetzt.

Realisierung = Prüfauftrag?

In seinem Fernsehauftritt in der Talksendung „Spruchreif“ von Studio 47 am selben Tag seiner Quorum-Verlautbarung sagte Herr Link: „Das soll alles geprüft werden und nichts anderes haben wir bislang beschlossen. Es gibt noch keine Vorentscheidung sondern es gibt einen Prüfauftrag.“


Quelle: YouTube Kanal „Studio 47“

Im entsprechenden Grundsatzbeschluss ging es allerdings um die Realisierung des Outlets

Somit werden Bürgerinnen und Bürger getäuscht, Tatsachen werden verdreht. Denn anders als behauptet, beinhaltet der betreffende Ratsbeschluss zu allererst den Grundsatzbeschluss zur Realisierung sowie die weitere in die Wegeleitung von Änderungen des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts, der Aufstellung eines Bebauungsplans sowie die Flächennutzungserweiterung, um „das Vorhaben zu flankieren“, heißt es in der Beschlussvorlage vom 1. Februar 2017.

Erst danach seien Gutachten und Prüfverfahren einzuleiten. Das bedeutet, es werden bestehende baurechtliche Grundlagen und Konzepte durch die Stadtspitze geändert, um das Projekt DOC – wie man meinen könnte – förmlich durchzuprügeln. Eine Fläche, die fernab vom eigentlichen zentralen Versorgungsangebot liegt, als solche auszuweisen, ist eine bürokratische Täuschung und nicht im Sinne der Planvorgaben.

 

 

 

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