Juli 2017

Die Mär von Tod und Stillstand

Unvollendete Projekte und Brachflächen, Duisburg ist voll davon. Das ist beklagenswert und stimmt verständlicherweise den Bürger missmutig. Missmutig gegenüber Entscheidungsträgern und gegenüber Gegnern von Entscheidungen, die dann endlich getroffen werden. So fühlt sich mancher Bürger dazu berufen, ein Outletcenter als Lösung aller innerstädtische Probleme zu sehen. Nein-Sager werden per se zu stumpfsinnigen Verhinderern und Investoren zu gütigen Heilsbringern, die sich einer Stadt wie Duisburg annehmen. Man trifft auf: politische Unfähigkeit,

„Roermonder Handel in Innenstadt profitiert nicht vom Outletcenter“

Das Outletcenter in Roermond wird immer gerne als Vorzeigeobjekt genannt, wenn es darum geht, ob das geplante Design-Outlet-Center in Duisburg ein positiver Impuls für die Innenstadt sein kann oder nicht. Roermond ist und bleibt Phänomen. Michael Nadler, Inhaber des Lehrstuhls Immobilienentwicklung in der Fakultät Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund, glaubt nicht an den Erfolg von Shopping als Wirtschaftsmotor. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine sagte er: „Die Städte verschließen

Düsseldorf droht Verkehrskollaps – Stadtforscher rät: Investiert in Duisburg!

„Düsseldorf droht Verkehrs-Kollaps“ meldet die Rheinische Post am 13. Juli 2017. Zurückzuführen sei dies auf immer mehr Pendler. Politikwissenschaftler Volker Eichener sagt in der RP, dass Düsseldorfs wachsende wirtschaftliche Bedeutung dazu führen könne, dass der Straßenverkehr kollabiere. Der Stadtforscher lehrt an der Hochschule Düsseldorf im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften insbesondere im Bereich Sozialpolitik. Sein Vorschlag: Investitionen in Duisburg statt in Düsseldorf. Investitionsbereitschaft in Duisburg hoch DOC-Befürworter behaupten oft, dass es

Podiumsdiskussion in der Liebfrauenkirche – eine Zusammenfassung: „In was für einer Stadt wollen wir Leben?“

Am Abend des 11. Juli 2017 ging es bei der Podiumsdiskussion der Initiative „Ja zu Duisburg“ einmal mehr um die Frage: „Braucht Duisburg ein DOC?“ Dazu hatten die Initiatoren Experten aus den Bereichen Stadtforschung, Planung, Geographie, Stadtentwicklung, Immobilienwirtschaft, Standortanalyse, Baukultur, Wirtschaft, Handel und Soziales in die Liebfrauenkirche eingeladen. Begrüßung zur Diskussion: Initiative sorgt für Transparenz In seiner Begrüßung betonte der Sprecher der Initiative, Frank Oberpichler, dass es wichtig sei, Transparenz

Was der Bürger nicht weiß,...

Wenn Tatsachen und Hintergründe von einer Stadtverwaltung nicht klar kommuniziert werden und dem Bürger somit die Grundlage genommen wird, eine eigene Beurteilung gemäß der Faktenlage vorzunehmen, spricht das nicht für eine transparente Kommunikation. Deutlich wird das in Duisburg daran, dass Vertreter von SPD und CDU der Öffentlichkeit bekunden, es werde lediglich geprüft, ob ein Outletcenter auf dem Gelände des Alten Güterbahnhofs überhaupt möglich sei, obwohl mit dem Grundsatzbeschluss bereits die

Experten sind sich sicher: „NRW verträgt kein weiteres Center“

Derzeit gibt es in NRW einen regelrechten Wettlauf der Kommunen, wenn es um den Bau von Outletcentern geht. Das beobachtet auch Marco Atzberger, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI, schreibt die RP Online am 4. Juli in ihrem Artikel „Der riskante Wettlauf um die Outlet Center“. In ihrem Artikel fragt die RP Handelsprofessor Dr. Gerrit Heinemann: Hält die Region so viel aus? Heinemanns Antwort ist eindeutig: „Nein, NRW verträgt kein einziges weiteres