Archiv

Verkehrschaos vorprogrammiert – wollen wir noch mehr Stau?

Man benötigt keine teuer bezahlten Gutachten, um zu erahnen, welche Auswirkungen die Blechkolonne der meist mit dem Auto anreisenden Outletbesucher auf den Duisburger Stadtverkehr haben wird. Bereits heute geht teilweise im Feierabendverkehr oder bei einem Unfall auf einer umliegenden Hauptverkehrschlagadern rund um und in Duisburg nichts mehr. Anders gesprochen: Der Verkehr kollabiert, ganz zum Unmut der Duisburger Pendler, die meist nach Feierabend einfach schnell nach Hause wollen. Schon heute teils

20 Gründe gegen das DOC

Kein Design-Outlet-Center, weil 1. es zu dramatischen Umsatzeinbußen des innerstädtischen Einzelhandels und der Gastronomie und in der Folge zu Leerstand und Verödung der Innenstadt führt. 2. ein Designer-Outlet-Center lediglich ein Marketingname ist. Es ist ein Factory-Outlet-Center mit zum Teil extra für das Outlet produzierter minderwertiger Ware, die nie im regulären Handel zu finden war und den Kunden mit reduzierten Preisen täuscht. 3. der Übergang zwischen einem normalen Einkaufszentrum und einem

Podiumsdiskussion am 12. September: Was sagen die OB-Kandidaten zum Projekt DOC?

Unlängst ist das Projekt „DOC“ in Duisburg zum Politikum geworden. Nicht allein dadurch, dass es am 24. September zum Bürgerentscheid über die Aufhebung des Ratsbeschlusses zur Realisierung des sogenannten „Design-Outlet-Centers“ kommt. Dazu beigetragen hat allem voran die Art und Weise, wie das Projekt im Duisburger Stadtrat von SPD und CDU unter Ausschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung durch den Rat gewunken werden sollte.

Warum das Bürgerbegehren genau jetzt stattfinden musste

Zwischenzeitlich werfen die Befürworter eines Designer-Outlet-Centers uns Kritikern vor, dass wir das Projekt in diesem frühen Stadium bekämpfen, in dem noch nichts geprüft und konkret geplant sei. Auch OB Sören Link betont zu jeder Gelegenheit, dass es sich ja nur um einen Grundsatzbeschluss handele, der die Machbarkeit des Vorhabens prüfen soll. SPD und CDU spielen den Stellenwert des Grundsatzbeschlusses herunter und definieren ihn lediglich als Instrument der Transparenzmachung. So geschehen

Die Mär von Tod und Stillstand

Unvollendete Projekte und Brachflächen, Duisburg ist voll davon. Das ist beklagenswert und stimmt verständlicherweise den Bürger missmutig. Missmutig gegenüber Entscheidungsträgern und gegenüber Gegnern von Entscheidungen, die dann endlich getroffen werden. So fühlt sich mancher Bürger dazu berufen, ein Outletcenter als Lösung aller innerstädtische Probleme zu sehen. Nein-Sager werden per se zu stumpfsinnigen Verhinderern und Investoren zu gütigen Heilsbringern, die sich einer Stadt wie Duisburg annehmen. Man trifft auf: politische Unfähigkeit,

„Roermonder Handel in Innenstadt profitiert nicht vom Outletcenter“

Das Outletcenter in Roermond wird immer gerne als Vorzeigeobjekt genannt, wenn es darum geht, ob das geplante Design-Outlet-Center in Duisburg ein positiver Impuls für die Innenstadt sein kann oder nicht. Roermond ist und bleibt Phänomen. Michael Nadler, Inhaber des Lehrstuhls Immobilienentwicklung in der Fakultät Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund, glaubt nicht an den Erfolg von Shopping als Wirtschaftsmotor. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine sagte er: „Die Städte verschließen

Düsseldorf droht Verkehrskollaps – Stadtforscher rät: Investiert in Duisburg!

„Düsseldorf droht Verkehrs-Kollaps“ meldet die Rheinische Post am 13. Juli 2017. Zurückzuführen sei dies auf immer mehr Pendler. Politikwissenschaftler Volker Eichener sagt in der RP, dass Düsseldorfs wachsende wirtschaftliche Bedeutung dazu führen könne, dass der Straßenverkehr kollabiere. Der Stadtforscher lehrt an der Hochschule Düsseldorf im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften insbesondere im Bereich Sozialpolitik. Sein Vorschlag: Investitionen in Duisburg statt in Düsseldorf. Investitionsbereitschaft in Duisburg hoch DOC-Befürworter behaupten oft, dass es

Podiumsdiskussion in der Liebfrauenkirche – eine Zusammenfassung: „In was für einer Stadt wollen wir Leben?“

Am Abend des 11. Juli 2017 ging es bei der Podiumsdiskussion der Initiative „Ja zu Duisburg“ einmal mehr um die Frage: „Braucht Duisburg ein DOC?“ Dazu hatten die Initiatoren Experten aus den Bereichen Stadtforschung, Planung, Geographie, Stadtentwicklung, Immobilienwirtschaft, Standortanalyse, Baukultur, Wirtschaft, Handel und Soziales in die Liebfrauenkirche eingeladen. Begrüßung zur Diskussion: Initiative sorgt für Transparenz In seiner Begrüßung betonte der Sprecher der Initiative, Frank Oberpichler, dass es wichtig sei, Transparenz

Was der Bürger nicht weiß,...

Wenn Tatsachen und Hintergründe von einer Stadtverwaltung nicht klar kommuniziert werden und dem Bürger somit die Grundlage genommen wird, eine eigene Beurteilung gemäß der Faktenlage vorzunehmen, spricht das nicht für eine transparente Kommunikation. Deutlich wird das in Duisburg daran, dass Vertreter von SPD und CDU der Öffentlichkeit bekunden, es werde lediglich geprüft, ob ein Outletcenter auf dem Gelände des Alten Güterbahnhofs überhaupt möglich sei, obwohl mit dem Grundsatzbeschluss bereits die

Experten sind sich sicher: „NRW verträgt kein weiteres Center“

Derzeit gibt es in NRW einen regelrechten Wettlauf der Kommunen, wenn es um den Bau von Outletcentern geht. Das beobachtet auch Marco Atzberger, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI, schreibt die RP Online am 4. Juli in ihrem Artikel „Der riskante Wettlauf um die Outlet Center“. In ihrem Artikel fragt die RP Handelsprofessor Dr. Gerrit Heinemann: Hält die Region so viel aus? Heinemanns Antwort ist eindeutig: „Nein, NRW verträgt kein einziges weiteres